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21.05.13

Zipcycle: Futuristisches Liegerad sucht Unterstützer

Der Entwurf des Zipcycle

Der Designer Eric Birkhauser hat eine Vision: Er möchte das Fahrrad der Zukunft bauen, das noch mehr Menschen weg vom Auto und hin zum Zweirad bringt. Sein Entwurf eines Liegerads scheint dabei direkt dem Windkanal entsprungen.

Der Entwurf des Zipcycle

Gut 40 km legt der Designer Eric Birkhauser jeden Tag auf seinem Rad zurück, wenn er von seinem Zuhause ins Büro pendelt und zurück. Während dieser Fahrten hat er sich offenbar irgendwann die Frage gestellt, warum ein Fahrrad heute grundsätzlich noch fast genauso konstruiert wird wie vor 100 Jahren, während sich Autos enorm verändert haben. Könnte man Erkenntnisse aus der Aerodynamik und neue Materialien nicht mit einem neuen Designansatz kombinieren, um das Fahrrad effektiver und praktischer zu machen? Das soll Eric Birkhausers Entwurf leisten, den er auf den Namen Zipcycle getauft hat. Jetzt sucht er auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern, die an seine Idee glauben. Denn er braucht 18.000 US-Dollar, um einen funktionsfähigen Prototypen zu bauen.

Sofort fällt beim Zipcycle die Karosserie auf, die vor allem den Luftwiderstand reduzieren soll. Während ein heutiger Radler einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,80 habe, könne er mit dem Zipcycle auf 0,14 sinken, erklärt der Designer. Dafür sorge nicht nur die Vollverkleidung, sondern auch die Position des Radlers, die eher dem eines Liegerads entspricht. Konkret würde diese Verringerung bedeuten, dass man 40 Prozent weniger Energie braucht, um eine Geschwindigkeit von 32 km/h beizubehalten. Im Schnitt sei ein radelnder Pendler mit etwa 20 km/h unterwegs. Mit dem Zipcycle ließe sich das auf 40 km/h verdoppeln, erklärt Eric Birkhauser auf der Indiegogo-Projektseite.

Neben der verbesserten Aerodynamik hat die Karosserie einen weiteren Vorteil: Unter dem Sitz hat Eric Birkhauser einen Stauraum vorgesehen. Zudem könnte er sich für künftige Entwürfe eine Vollverkleidung vorstellen, damit man gegen Wind und Wetter geschützt ist.

Bislang nur ein Entwurf im Computer

Bislang existiert das Zipcycle nur als Entwurf im Computer. Nun möchte der Designer einen Prototypen bauen, um die Idee weiter zu verfeinern und eine Vorlage für die spätere Produktion zu haben. So einen Prototypen in Handarbeit und als Einzelstück herstellen zu lassen, ist mit 18.000 US-Dollar aber alles andere als billig.

Ob sein Plan aufgeht, ist noch nicht klar. Es ist nur noch etwas über eine Woche Zeit, bis das Indiegogo-Projekt abläuft und bislang ist es weit vom Ziel entfernt. Auch wenn die Zielsumme nicht erreicht wird, geht das Geld übrigens an den Designer. Aber ob er dann seinen Traum aus der eigenen Tasche finanziert, bleibt offen.

Offen bleiben zugleich einige Fragen mit Blick auf die Projektseite. So ist nicht klar, wie bequem es wohl sein mag, mit dm Zipcycle zu fahren. Wie richtet man es eigentlich auf unterschiedliche Körpergrößen ein? Wie pumpt man die Räder auf? Und wo ist die Beleuchtung abgeblieben?

Das sind alles Fragen, mit denen sich Eric Birkhauser auseinandersetzen würde – wenn sich denn genug Unterstützer finden.

Indiegogo-Projektseite zum Zipcycle.

Gefunden bei Yanko Design.

Zipcycle im Video

Zu seiner Indiegogo-Kampagne hat Eric Birkhauser ein Video erstellt, das seine Idee visualisiert:

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