21.11.13

Zepp: Kompakter Tracker für Golf- und Tennisspieler

Zepp: Kleiner Sensor für Schlägersportarten. Alle Bilder: Zepp Labs

Fitness-Tracker nicht mehr nur für den Laufsport: Der US-Hersteller Zepp hat ein Tool vorgestellt, das Bewegungen für die Schlägersportarten Tennis, Baseball und Golf misst. So kann man die Kraft oder auch die Geschwindigkeit des Auf- und Abschlags messen.

Zepp: Kleiner Sensor für Schlägersportarten. Alle Bilder: Zepp Labs

Wir haben in diesem Jahr eigentlich alles an Fitness-Trackern gesehen, was wir uns vorstellen können: Fitness-Armbänder in Hülle und Fülle für den Laufsport, Ernährungs-Berater, WLAN-Waagen, ganze Fitness-Ökosysteme von Fitbit, Withings oder Runtastic und nicht zuletzt auch Sensoren, die unsere Kalorienaufnahme oder unsere Züge auf der Hantelbank messen.

Für die Athleten, die sich eher auf Schlägersportarten verstehen, hat Hersteller Zepp nun einen Sensor für drei weitere Sportarten vorgestellt: Golf, Tennis und - in unseren Breiten vielleicht weniger interessant - Baseball. Zepp misst dabei etwa die Geschwindigkeit, das Gradmaß der Ausholbewegung, die Dauer und den Winkel des Abschlags.

Die Tennis-Version des Gadgets erkennt, ob der Spieler gerade mit Vor- oder Rückhand schlägt oder ob der getane Schlag ein Schmetterball oder ein Aufschlag war. Der Spieler erhält nach dem Training oder dem Spiel eine Analyse, wie viel Vor- und wie viel Rückhand er gespielt hat. Für jede der drei Sportarten hat Zepp ein Video erstellt. Hier exemplarisch das Tennis-Video:

www.youtube.com/watch

Beim Tennis und beim Baseball bringt der Spieler den Zepp-Sensor direkt am Fuß des Schlägers an. Eine Silikon-Halterung sorgt dafür, dass der Sensor sich bei den Schlagbewegungen nicht ablöst. Beim Golfen wird der Zepp über eine besondere Halterung am Handschuh angebracht.

Der Sensor selbst ist quadratisch, gelb und nur 2,8 mal 2,8 cm groß bei einem Gewicht von gerade einmal 6,3 g (plus 13 g für die Halterung). Bei Schlägen sollte er sich damit kaum bemerkbar machen.

Für die Technik sorgen ein nicht näher benannter, aber als "kraftvoll" angegebener ARM-Prozessor, Dual-Beschleunigungssensoren und ein 3-Achsen-Gyroskop. Die Technik misst bis zu 1.000 Daten pro Sekunde, speichert bis zu 200.000 Tennis- und 2.000 Baseball- und Golfschläge. Der eingebaute Akku soll bis zu 8 Stunden durchhalten. Die Daten werden via Bluetooth 2.1 übertragen - die niedrige Version, damit der Sensor auch viele Android-Geräte unterstützen kann. Der Sensor wird zum Aufladen in eine Halterung gesteckt, die sich via USB-Kabel an einen Rechner anschließen lässt. Passende Apps gibt es für iOS und Android.

Für Sportler der drei benannten Sportarten ist das ein interessantes Tool, mit dem man das Training noch weiter verbessern kann. Zepp kostet 149 US-Dollar plus Versandkosten nach Übersee. In Deutschland ist die neue Generation noch nicht erhältlich, dafür aber der alte Golftracker Golfsense für rund 100 Euro bei Amazon.

Fitness-Tracker decken immer mehr Sportarten ab. Die Technik, die sie dabei verwenden, findet sich auch in modernen Smartphones vor, allerdings sind spezielle Sensoren wie Zepp meist kleiner, leichter und handlicher. Für das kommende Jahr würden wir uns noch einen Meta-Tracker wünschen, einen, der wirklich alle Sportarten und Bewegungen registrieren kann. Vom Schwimmen übers Radfahren bis hin zu Capoeira, Wingtsun oder was immer der geneigte Leser gerne unternimmt, um sich fit zu halten. Angesichts der Fülle der Geräte und des harten Wettbewerbs blicken wir da optimistisch in die Zukunft.

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