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15.07.13

Xentry Spy: Überwachungssystem nutzt alte Smartphones

Einfache Montage am Türspion.

Xavage Technologies möchte über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo den Bausatz Xentry-Kit finanzieren lassen. Damit lassen sich alte Smartphones zu einem interaktiven Überwachungssystem für die Haustür umrüsten.

Einfache Montage am Türspion. Einfache Montage am Türspion.

Xavage Technologies ist eine in diesem Jahr gegründete Firma aus San Diego in den USA. Mit dem eigens entwickelten Xentry-Kit lassen sich alte Smartphones als Herz eines Überwachungssystems verwenden, mit dem man seinen Wohnraum oder Büroräume absichern kann. Dabei lassen sich Kamera, Smartphone-Sensoren aber auch der Lautsprecher und das Mikrofon verwenden.

44% aller Nutzer lassen ihre alten Smartphones nach durchschnittlich 2 Jahren Verwendung in der Schublade liegen. Obwohl diese Geräte häufig sogar noch voll funktionsfähig sind, werden sie ausgemustert, weil entweder ihre Hardware oder ihre Software veraltet ist. Modellen wie diesen kann man jetzt eine "zweite Karriere" als Überwachungsmodul ermöglichen.

Mit Xentry ersetzt man das normale Guckloch einer Haus- oder Wohnungstür mit der Smartphonekamera. Dazu wird das Smartphone samt eines Kunststoffgehäuses über das Guckloch an der Tür befestigt. Durch Xentry sieht man auf dem Smartphone-Display, wer an der Tür steht. Man kann sogar Videos machen oder Fotos schießen.

Eigens entwickelte Software

Die wirklich Stärke liegt aber in der eigens entwickelten Software, mit der man über das WiFi-Netz mit seinem Smartphone auf das Xentry-Smartphone zugreifen kann. Klingelt es an der Tür, muss man nicht aufstehen und zur Tür gehen, sondern kann auch auf dem Sofa von seinem neuen Smartphone aus sehen, wer vor der Tür steht. Man kann das eigene Smartphone sogar als Fernsprechanlage nutzen und mit dem Besucher an der Tür reden. Wer nicht möchte, dass der Besucher weiß, mit wem er spricht, kann den Stimmenverzerrer der Software nutzen.

Xentry lässt sich nicht nur privat sondern ebenfalls in Bürogebäuden nutzen. So kann es, jedes Mal wenn die Eingangstür benutzt wird, einen individuellen Begrüßungsspruch abspielen.

Leider nur wenige Modelle

So gut die Pläne von Xavage Technologies klingen, einige kleine Haken gibt es noch. Das Gehäuse muss an jedes Smartphone individuell angepasst werden. Deswegen werden derzeit nur wenige Modelle unterstützt: iPhone 3GS, 4 und 4S sowie das Samsung Galaxy S Fascinate. Die Firma hat allerdings ein Kontaktformular eingerichtet, mit dem man Vorschläge über weitere Modelle einreichen kann. Ein weiteres Problem stellt die Stromversorgung des Smartphones dar. Derzeit ist man noch darauf angewiesen, das Smartphone extern mit Strom zu versorgen. Man möchte in Zukunft aber eine bessere Lösung finden.

Für 55 Dollar bekommt man das Bauset für eines der oben genannten Modelle. Das Gerät ist hier natürlich nicht mit inbegriffen, sondern nur die Bauteile, mit denen man das Smartphone zu einem Überwachungssystem umbaut. Um das Projekt erfolgreich zu finanzieren, braucht Xavage Technologies 200.000 Dollar. Bislang hat man erst etwas mehr als 1000 Dollar gesammelt.

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