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25.10.07

Wuala Online-Speicher: 200 exklusive Einladungen

Wuala Alpha

Wuala ist eine Online-Speicherlösung der Extraklasse: Sie funktioniert nach dem Filesharing-Prinzip, hat keine Beschränkung der Speicherkapazität oder der Filegrösse und lässt dem Benutzer die volle Kontrolle. neuerdings.com hat exklusiv 200 Einladungen zur Alpha-Version zu vergeben.


Das Hauptfenster der Wuala-Onlinespeicher-Anwendung (Java) unter Windows.

Voilà! Mit Wuala startet in der Schweiz ein Webdienst, der es im Silicon Valley binnen weniger Tage zu einiger Bekanntheit gebracht hat. Warum? Weil dieses Online-Speichersystem sich prinzipiell von allen bekannten Services abhebt und etliche Vorteile aufzuweisen hat. Wuala ist kostenlos, seine Leistungsfähigkeit wächst aber dank raffiniertem Einsatz der Technik mit der Zahl der Benutzer.

neuerdings.com hat von Wuala exklusiv 200 Einladungen zur sofortigen Nutzung des Dienstes (und jeweils 5 weiteren Einladungen) zur Verfügung gestellt gekriegt - wer sich eine sichern will, benutzt den Link am Ende dieses Postings.

Die Vorteile von Wuala:

  • Absolute Kontrolle über die eigenen Daten (Verschlüsselung noch auf dem lokalen Rechner);
  • Integriertes, vollautomatisches Backup-System der hochgeladenen Daten auf einem beliebigen Rechner des Benutzers
  • keine Beschränkung der Dateigrösse (auch der 3GB-Urlaubsfilm passt in den Ordner, den man mit ausgewählten Freunden teilen kann);
  • Streaming von Mediendateien (Filme und Musik starten sofort beim öffnen, während der Download im Hintergrund weitergeht)
  • hohe Zugriffsgeschwindigkeit dank raffinierter Nutzung von Filesharing-Technologien.

All das erreicht das kleine Zürcher Startup durch einen überaus cleveren Einsatz der Filesharing-Technologie. Der Online-Speicher, den die Mitglieder benutzen, steht nämlich nicht (ausschliesslich) zentral in einem Datacenter, sondern er ist verteilt auf die Harddisks aller andern Nutzer. Die Technik, die dennoch 100% Verfügbarkeit der eigenen Dateien und für alle die genau gleich hohe Geschwindigkeit garantieren soll, macht Wualas Einzigartigkeit aus. Wir erklären sie weiter unten.

Bequeme Nutzeroberfläche

Wuala besteht aus einer kleinen Benutzeroberfläche auf Basis von Java, die sich unter Windows wie Mac als sehr übersichtlicher Ordnerbrowser präsentiert. Der Nutzer kann darin beliebige eigene Ordner anlegen, er kann für jeden Ordner bestimmen, wer von seinen Freunden ebenfalls Zugriff hat, und er kann Dateien auch im Ordner "World" der ganzen Wuala-Gemeinde zugänglich machen.

Anfangs steht jedem neuen Mitglied genau ein Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung; diese Kapazität lässt sich aber fast unbegrenzt erhöhen, allerdings muss sich der Benutzer dies "verdienen": Er muss dazu auf einem PC mehr Speicher für Wuala zur Verfügung stellen. Wer also beispielsweise auf seinem Desktop 50 GB für Wuala freigibt, erhält im weltweiten Wuala-Netz einen Anteil dieser Speichermenge, die allerdings zusätzlich von der durchschnittlichen Online-Zeit des Rechners mit dem Gemeinschaft-Speicher abhängt.


Mehr Wuala-Speicher erhalten: Zunächst muss der Dienst eine durchschnittliche Online-Zeit für den Account ermitteln, ausserdem muss bei Rechnern hinter Routern und Firewalls ein Port-Forwarding eingerichtet werden.

Das Backup ist schon daheim auf dem Desktop

Sinnvollerweise aktiviert man auf dem gleichen Rechner auch den eigenen Wuala-Backup-Speicher: jede Datei, die ich irgendwo auf der Welt mit meiner Wuala-ID online ablege, wird automatisch auf meinem dafür konfigurierten Rechner vollständig gesichert, wenn der das nächste Mal online geht. Logischerweise werde ich dafür nicht mein Notebook, sondern meinen Schreibtischrechner einsetzen; wenn ich unterwegs bin, habe ich auf der ganzen Welt und von jedem beliebigen Rechner Zugriff auf meine im Wuala-Netz gespeicherten Dateien, egal, ob der Desktoprechner zu Hause läuft oder nicht. In umgekehrter Richtung fungiert das System aber auch als Synchronisierungs- und Backup-Lösung, denn alles, was ich unterwegs in Wuala speichere, ist bei der Rückkehr zu Hause bereits auf dem Desktop physisch gespeichert.

Sicher und privat

Anders als beispielsweise bei Google kriegt niemand die Daten des Benutzers im Klartext zu Gesicht, noch nicht einmal die Maschinen: Weder die fremden Rechner, die als Knoten im Netz dienen, noch Wualas eigene Server, die zum Ausgleich von Lastspitzen und für die anfänglich ungleichmässige Abdeckung des Netzes dienen. Jede Datei wird lokal, noch auf dem Rechner des Benutzers, verschlüsselt und in Pakete aufgeteilt, die dann im Netz verteilt werden (Näheres dazu siehe unten). Der Benutzer kann anderen Mitgliedern per Mausklick Zugriff auf einzelne seiner Ordner gewähren, oder aber Inhalte unter "Die Welt" in den Kategorien Musik, Videos, Bilder, Dokumente und Andere frei veröffentlichen. Dieser Gemeinschaftsordner kann durchsucht werden und weist eine Tag-Wolke auf, er zeigt die neusten und die populärsten Dateien an und so weiter.


Wuala - die Welt: Hier lassen sich Dateien für alle Wuala-Nutzer zur Verfügung stellen. das Startup will keinerlei Copyright-Verletzungen dulden.

Je mehr Nutzer, desto mehr Leistung

Das überzeugende Element des ganzen Systems besteht darin, dass es mit steigender Nutzerzahl nicht etwa langsamer wird und Speicherengpässe auftreten, sondern das genaue Gegenteil passiert: Weil alle nicht nur den Dienst nutzen, sondern auch Ressourcen zur Verfügung stellen, wachsen die Kapazitäten zusammen mit der Benutzerzahl.

Das unterscheidet Wuala radikal von Diensten wie Youtube, die mit steigender Nutzerzahl ihren zentralen Speicher kolossal ausbauen müssen und zugleich durch den anfallenden Traffic mit hohen Kosten zu kämpfen haben.

Bei Wuala wird die gesamte "Last", ob Rechnerleistung, Speicherkapazität oder Traffic, gleichmässig auf das gesamte Netz verteilt. Dabei sind alle Dateien, auch privat gespeicherte, jederzeit verfügbar.

Die Technik dahinter: redundant und tolerant

Wer jetzt zu recht einwendet, dass das schon bei BitTorrent und in den andern P2P-Netzen nur theoretisch funktioniert und sowohl Verfügbarkeit als auch Downloadgeschwindigkeit mit der Popularität einer Datei abnehmen, weil sie ganz einfach nur auf wenigen Rechnern verfügbar ist, dem erklärt Wuala-CEO Dominik Grolimund die technische Raffinesse des Netzwerks, das zu guten Teilen an der ETH Zürich entwickelt wurde.

Das Zauberwort, hat er mir heute in San Francisco eröffnet, heisst "Erasure Code". Dabei handelt es sich um eine in IT-Kreisen bestens bekannte Art der Fehlerkorrektur in der Datenübertragung. Soviel ich verstanden habe beruht sie darauf, dass man eine Datei nicht nur in 100 Individuelle Stücke aufteilen kann; man kann sie auch in mehr als hundert Stücke aufteilen, die aber redundante Teile der Datei enthalten. Das bedeutet, dass man für den Zusammenbau der gesamten Datei nicht exakt alle eindeutigen hundert Teile braucht, sondern sie aus fast beliebigen hundert Teilen von insgesamt vielleicht 500 verschiedenen zusammensetzen kann.

Darauf baut Wuala, indem es diese Pakete mit redundanten Informationen aktiv auf das gesamte Netz verteilt (und zudem - zumindest in der Anfangsphase - ein komplettes Set auf den eigenen Servern ablegt). Anders als bei P2P-Netzen, wo die grosse Nutzermasse die immer gleichen, weil selber heruntergeladenen Dateien anbietet, werden alle Stücke einer hochgeladenen Datei im Wuala-Netz so verteilt, dass die Wahrscheinlichkeit, jederzeit ausreichend Pakete für die Wiederherstellung jeder Datei im Netz zu finden, praktisch bei hundert Prozent (99.999999999...) liegt.

Auch hier spielt wieder die Macht der Masse: Je mehr Nutzer und Rechner integriert sind, desto besser sind die Pakete verteilt. Diese Skalierbarkeit hat sich laut Grolimund schon im Pre-Betatest bestens bewährt: Während nämlich bei einem halben Dutzend Nutzer die Wuala-Server mit der redundanten Speicherung der Dateipakete noch fast zu hundert Prozent einspringen mussten, wenn jemand eine Datei abholte, so sei dieser Anteil schon nach dem Aufschalten einiger weniger hundert Alpha-Tester massiv gesunken. Mit einem intelligenten Management der Dateipakete über das gesamte Netzwerk lässt sich die Angelegenheit so optimieren, dass Speicherplatz gewonnen und Ladezeiten und Traffic reduziert werden können.

Bleibt nur noch die Frage, womit Wuala Geld verdienen will? Wer hätte das gedacht: Mit Werbung. Im Moment sitzt sie unaufdringlich und ausschliesslich im vollständig öffentlichen Ordner ("Die Welt") unten rechts und zeigt Amazon-Produkte an, die in Beziehung zu den angeklickten Dateien auf der öffentlichen Plattform stehen.

Alphatester vortreten: Hier gibts die Einladung

Neuerdings.com hat 200 Einladungen zum Alphatest von Wuala zu vergeben, von denen jede weitere 5 Einladungen ermöglicht. Wer das System ausprobieren will, muss auf den folgenden Link klicken, die Wuala-Oberfläche herunterladen und installieren und dabei den Einladungscode "neuerdings" eintippen. Das gleiche funktioniert NICHT direkt über die Wuala-Homepage!

Hier gibts den exklusiven neuerdings.com- Wuala-Download .

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