08.04.14

Smart Wallet: Wocket will die erste wirklich digitale Geldbörse sein

Statt Kunden- und Stempelkarten alles elektronisch: Wocket. Bilder: NXT-ID

Bargeldloses Bezahlen soll zum Trend werden und mehrere Hersteller arbeiten an Systemen, damit wir bald mit dem Smartphone bezahlen können. Aber was ist mit Kunden- und Bankkarten? Hier soll Wocket ins Spiel kommen. Die Smartphone-ähnliche Erfindung will die erste digitale Geldbörse der Welt sein.

 

Wenn ich euch richtig einschätze, dann ist auch euer Portemonnaie nicht nur wegen der vielen Geldscheine und Münzen gefüllt, die ihr zu Recht besitzt, sondern auch mit Kassenzetteln, Stempel-, Kunden- und Kreditkarten.

Um ein solches Chaos zu beseitigen, will der US-Spezialist für Sicherheitslösungen NXT-ID in wenigen Wochen Wocket offiziell vorstellen, das erste gänzlich digitale Portemonnaie. Dies soll die Informationen von bis zu 20.000 Plastikkarten speichern können, die klassische Brieftasche ersetzen, sicher sein und dabei gut aussehen. Doch es bleiben Zweifel, wie das in der Praxis funktionieren kann. Wocket speichert Kundenkarten elektronisch. Über das Touchscreen-Display werden die notwendigen Informationen aufgerufen und in vorgegebener Form dargestellt. Das Display kann also etwa Stempelkarten, Kundenkarten oder auch Barcodes darstellen. An der Kasse würde dann das Wocket-Display mit der entsprechenden Information einfach abgescannt oder durch einen Kartenleser geschoben.

Technische Details noch vage

Und hier taucht direkt die erste Frage auf, die Wocket derzeit noch nicht beantwortet: Wie soll das genau gehen? Wocket weist darauf hin, dass das digitale Portemonnaie auch einen Magnetstreifen enthalten wird, wie eine Kreditkarte. Kann man diese also einfach aus dem Gerät herausschieben, wie ein Produktfoto suggeriert, das auch als Symbolfoto verstanden werden könnte? Und wie würde man damit bei einem Bankautomaten Geld abheben?

 

Die Speicherung von Kundenkarten ist indes interessant. Wer viele davon hat, könnte seine Brieftasche damit wirklich deutlich verkleinern. Das Gerät soll Bluetooth und NFC ebenso unterstützen und damit zusammen mit entsprechenden Lesegeräten funktionieren. Bargeld soll man über eine entsprechende Hülle mitführen können. Wocket selbst ist in etwa so groß wie, wenn auch etwas quadratischer als ein gängiges Smartphone. Sicherheit soll über biometrische Daten und eine PIN gewährleistet werden, die das Gerät für einen Dieb nutzlos machen würden. Ob das Display E-ink-Technik verwendet, wurde noch nicht kommuniziert, die Bilder deuten aber darauf hin. NXT-ID will das Gerät offiziell Ende Mai vorstellen und dann hoffentlich etwas mehr darüber verraten.

Erinnert an Coin

Die Erfindung geht in Richtung der Chipkarte Coin, die die Informationen aller anderen Karten in sich aufnehmen soll und mit der sich über gewöhnliche Kartenlesegeräte in Geschäften bezahlen lässt. Das Video der Herstellers sorgte im vergangenen Herbst für Aufmerksamkeit:

www.youtube.com/watch

Weitere Informationen gibt es auf den offiziellen Websites zu Wocket und Coin .

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