07.01.09

WiTricity: Kabel war gestern

Schnurlose Aufladung ist für immer mehr Geräte möglich (Bild: Sanyo)

Auf der CES zeigen einige Hersteller Produkte, die ohne Schnur mit Strom versorgt werden.

Wer eine elektrische Zahnbürste oder ein Apple Mac-Notebook benutzt, kennt das ja schon: die Geräte werden aufgeladen, ohne dass das Netzgerät elektrisch angeschlossen wird. Doch das ist erst der Anfang: Mittels der "WiTricity"-Technologie werden alle möglichen Geräte kabellos mit Energie versorgt. Auf der CES, die morgen in Las Vegas startet, sollen einige gezeigt werden.

So ist vorstellbar, dass es in der Zukunft "Elektrizitäts-Hotspots" in Cafés und Flughäfen geben wird (ähnlich denen für WLAN). In einem Tisch könnte eine Ladeeinrichtung integriert sein, die jedes kompatible Gerät versorgt, das man darauf platziert. Noch sind die Leistungen gering und deswegen können nur kleinere Geräte auf eine größere Distanz versorgt werden.

PowerBeam, eines der auf der CES vertretenen Unternehmen, kann mit seiner Technik derzeit kabellos 1,5 Watt übertragen. Um einen Laptop mit Strom zu versorgen, wären 30 bis 50 Watt notwendig. PowerBeam benutzt eine besondere Technik: Sie wandeln Strom in einen unsichtbaren Laser um und senden ihn dann als Wärme zu einer Solarzelle, in der die Wärme dann wieder in Elektrizität umgewandelt wird. Gesundheitlich bestehe dabei kein Risiko, sagt das Unternehmen.

Um die Technologie voran zu bringen, gibt es ein Wireless Power Consortium, dem namhafte Hersteller angehören. Auf der Website sind genaue Erläuterungen des technischen Prinzips sowie Beispiele zu finden - wie die oben gezeigte Aufladestation für Nintendo Wii-Controller von Sanyo .

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