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24.02.15

Wishbone für Smartphones: Fiebermessen leicht gemacht

Wishbone (Bild: Joywing)

“Smart” – ohne dieses Buzzword kommt heutzutage keine neue Erfindung mehr aus. So auch bei Wishbone, das als „The World’s Smallest Smart Thermometer“ angepriesen wird. Ist das nur Marketing-Geplänkel oder steckt da mehr dahinter?

Wishbone (Bild: Joywing) Wishbone (Bild: Joywing)

Wishbone sieht aus wie ein bunter, geschrumpfter Wasserhahn. Doch damit hat es gar nichts gemeinsam. Stattdessen ist in der der kleinen Y-Form ein Mini-Thermometer integriert. Das steckt man in die Kopfhörer-Buchse seines iPhone oder Android-Smartphones, schon wird daraus ein „smartes“ Gadget.

Hält man Wishbone in die Nähe eines Körpers, misst es innerhalb von zwei Sekunden die Körpertemperatur und zeigt sie auf dem Handy an. Mit der zugehörigen App lassen sich die Meßwerte abspeichern und über einen zeitlichen Verlauf darstellen. Auch für mehrere Personen.

Das Allround-Thermometer

Neben der Körpertemperatur soll Wishbone auch die Temperaturen von Gegenständen wie Babyflaschen messen. Oder, wie heiß oder kalt das Badewasser ist. Natürlich lässt sich im „Ambient“-Modus auch die Umgebungstemperatur erfassen. Alle Werte können in Fahrenheit oder Grad Celsius dargestellt werden.

Die Y-Form des Smartphone-Aufsatzes macht Sinn. Das längere „Horn“ dient zur Messung, im etwas kürzeren befindet die Knopfzelle, die laut dem Hersteller Joywing bis zu ein Jahr durchhalten soll.

Smarte Vermarktung

Ist Wishbone wirklich „smart“? Nein, nicht wirklich. Das kleine Gadget misst lediglich die Temperatur und schickt sie an das Smartphone. Hier werden die Daten verarbeitet und grafisch ansprechend dargestellt.

Intelligent ist aber die Art und Weise, wie Joywing seine Erfindung vermarktet: Es werden ganz gezielt Eltern angesprochen, die mit Wishbone ganz einfach die Temperatur ihres Nachwuchses messen können. Angeblich, muss man sagen. Denn Wishbone ist noch nicht in die Serienproduktion gegangen. Dafür fehlte bislang das Geld.

Übererfülltes Ziel

Das Geld soll – wie so oft - durch die Crowd zusammenkommen. Wahrscheinlich hat man unter anderem deswegen Eltern als Zielgruppe ausgewählt, da diese ja gerne für ihre Kinder den Geldbeutel öffnen.

Der Plan ist aufgegangen: Obwohl die Kickstarter-Kampagne noch bis zum 26. Februar läuft, wurde das angepeilte Ziel von 25.000 US-Dollar bereits weit überschritten. Aktuell sind schon mehr als 140.000 Dollar (umgerechnet rund 125.000 Euro) im Topf.

Wer sich Wishbone zulegen will, erhält derzeit für 38 Dollar (zirka 33 Euro) ein Modell nach Deutschland gesendet. 

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