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02.03.09

T-Mobile G1 im Test I: Gutes Smartphone mit Schwächen

T-Mobile G1 - Hält es, was es verspricht?

Ein paar Wochen lang hat mich das T-Mobile G1 im Einsatz begleitet. Am Ende war ich durchaus begeistert, auch wenn es gravierende Schwächen hat.

Wir hatten das G1 schon einem Kurztest samt Android Market, aber mich interessiert auch immer, wie sich so ein Handy im Produktiveinsatz bewährt. Nutzt man die Feature, verliert man die Lust, weil man sich lange durch durch irgendwelche Menüs hangeln muss? Was macht den Reiz des Telefon aus? Die Hersteller versprechen immer sehr viel und die Produktdaten klingen alle toll, aber im richtigen Leben haben sie oft so viel mit der Realität zu tun, die Verbrauchswerte neuer Autos ab Werk. Nach dem ich nun mit dem G1 rum gelaufen bin, kann ich auf ein paar Fragen die Antwort liefern:

Außen:

Das G1 liegt gut in der Hand und ist auch gut verarbeitet. Der Bildschirm gleitet schnell und einfach nach oben, die Tastatur ist wirklich gelungen und hat einen angenehmen Druckpunkt, der vielleicht noch etwas weicher sein könnte.

An die Belegung der anderen Tasten gewöhnt man sich schnell, auch wenn manche mehrere Funktionen haben. Der Bildschirm ist etwas kleiner als beim iPhone, was auf manchen Seiten schon ärgerlich ist. Dafür ist der Bildschirm hell, scharf und deutlich lesbar. Die Batterie lädt man über einen Mini-USB Anschluss auf, der aber auch gleichzeitig für die Kopfhörer da ist. Musik hören oder per Kopfhörer telefonieren geht also nicht, wenn man das Handy auflädt. Aber insgesamt macht das G1 einen durchweg soliden Eindruck.

Erste Schritte:

Auch wenn es schon überall mehrfach stand, ich erwähne es noch mal: Wer kein Kunde bei Googlemail/Contacts usw. ist, braucht sich gar nicht erst Gedanken darüber machen, ob er das G1 kaufen möchte. Denn schon beim ersten Anschalten wird man gebeten, seine Google Daten einzugeben. Danach synchronisiert sich das Handy alleine und wenige Minuten später ist alles da. Mail, Kontakte, Kalender. Man ist sofort einsatzbereit und bleibt es auch, weil das Handy über Active Synch verfügt, also permanent schaut, ob es neue Mails gibt.

Touchscreen:

Ich habe selber einen iPod Touch und nutze ab und an das iPhone meiner Freundin. Und verglichen mit Apple, muss man beim G1 nachlegen. Der Touchscreen reagiert manchmal schleppend, manchmal nur nach mehrfacher Aufforderung. Scrollen geht gut, ruckelt aber schon mal. Leider hat das G1 kein Multitouch, man kann Webseiten also nicht einfach mit zwei Fingern vergrößern. Dafür muss man etwas umständlich auf dem Touchscreen die Lupenfunktion nutzen.

Applikationen:

Es gibt schon einiges, aber während der iTunes Store mittlerweile vor lauter Apps platzt, ist es bei Android doch noch etwas übersichtlich. Liegt auch daran, dass es noch keine Bezahlinhalte gibt. Ich hatte Twitteroid, Facebook, den Barcode Scanner, Shazam und den Power Manager zusätzlich runter geladen. Vor allem letzterer war ein Glücksgriff.

Was mir gefallen hat:

- Das Telefon ist schnell, ist nicht einmal abgestürzt und lässt sich gut bedienen. Ganz oben klebt eine Infoleiste, die eine Art Multi-Tasking Fläche ist. Neue Mails, Meldungen bei Twitter oder Facebook und andere Statusmeldungen werden dort angezeigt, ohne dass man die Applikation öffnen muss. Klickt auf einen Punkt geht die Applikation automatisch auf.

- Active Synch ist toll. Man bekommt neue Mails sofort gemeldet, ohne dass man sich darum kümmern muss. Allein dafür lohnt sich das Handy.

- Die Tastatur ist, wie oben schon erwähnt, wirklich sehr gut. Es lassen sich auch längere Texte recht gut verfassen. Einziger Minuspunkt: man hat die Menütaste direkt neben die Shift-Taste platziert, was schon mal nervt.

- Man kann das Handy auspacken und los legen. Keine langwierigen Konfigurationen, keine Einstellungen. SIM Karte rein, PIN eingeben, fertig. Alle Kontaktadressen sind sofort da. Selbst wenn man das Handy verliert sind die Nummern nicht weg, da sie ja noch im Netz gespeichert sind und man muss nicht per Hand ab und an Backups anlegen. Was man auf dem Telefon verändert, wird auch im Netz gespeichert.

- Die Lokalisierung funktioniert bestens und sehr schnell.

- Die Kamera ist gut, die Bilder sind ok. Schön, dass man direkt aus dem angezeigten Menü der Kamera die Bilder versenden kann.

- Der Trackball wurde bisher in anderen Tests selten erwähnt. Aber er ist eine sehr gute Hilfe, wenn man über große Seiten surft oder Eingabgefelder ausfindig machen möchte, ohne die Seite vergrößern zu müssen.

- Die Sprachqualität ist gut.

Morgen folgt Teil II mit den Nachteilen des G1 einem Fazit und dem Vergleich zu anderen Smartphones.

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