21.08.07

Windows schuld am Skype-Ausfall

Am Donnerstag fühlten sich sicher viele Menschen weltweit ihrem liebsten Kommunikationsmedium beraubt: Aus unerklärlichen Gründen war das Netzwerk mehr als 1 1/2 Tage unerreichbar oder nur rudimentär zu benutzen.

Gestern kam endlich der Grund zu Tage, warum Millionen von Usern der Zugang zum Netzwerk verwehrt wurde: Die Windows-User waren schuld.

Eine große Anzahl an Neustarts zwang den Anmeldeserver in die Knie. Jeden zweiten Dienstag im Monat ist im Normalfall bei Windows der "Patch Tuesday", an dem Softwareupdates veröffentlicht werden. Nach diesen Software-Updates ist normalerweise ein Neustart vorgesehen, der zeitlich gesehen bei den meisten dann am Donnerstag stattfindet. Diese Umstände haben in Anbetracht des kurzen Zeitabstands das Skype-Anmeldesystem in die Knie gezwungen.

Normalerweise hat das Peer-to-Peer-Netzwerk von Skype eine eingebaute Selbstheilungsfunktion, durch dieses Ereignis trat jedoch ein bisher unbekannter Softwarefehler innerhalb des Algorithmus zur Verteilung der Netzwerkressourcen zu Tage. Dieser verhinderte eine schnelle Selbstheilung.

Ich bin schon überrascht, wie massiv der Einfluss von Software-Updates auf ein Anmeldesystem sein kann. Allerdings bin ich auch überrascht, wie viele Menschen mittlerweile nicht mehr ohne Skype leben können: In meinem Freundeskreis waren es nämlich nicht wenige, die wie Junkies auf Entzug frustriert vor ihrem Rechner saßen...

[Quelle: Skype-Blog]

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