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07.04.07

Wie sich USB-Geräte besser untereinander verstehen

Hitch

Um ein MP3 Lied vom einen Player zum anderen zu verschieben, braucht man keinen Zune. Der "Hitch" von Sima ermöglicht nämlich den reibungslosen Datentransfer zwischen USB-Geräten.

Dieser Hitch macht es einem zwar nicht leichter bei Frauen zu landen, vereinfacht jedoch den Datentransfer zwischen USB-Geräten enorm. Das Prinzip ist schnell erklärt: mit dem Hitch können Dateien ohne PC von A nach B bewegt werden. Einzige Voraussetzung: ein USB-Port. Dabei sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt: vom einen iPod zum anderen, von der Digitalkamera auf einen USB-Stick oder von der Videokamera auf eine USB-Festplatte. So kann man rasch unter Freunden einige (DRM-freie) Musikfiles austauschen oder in den Ferien die SD-Karte der Digicam wieder frei machen, indem man alle Fotos auf einen USB-Stick schaufelt. Da USB 2.0 unterstützt wird, geht dies ziemlich rasch - ein Album mit 20 Songs wird in knapp zwei Minuten von einem Gerät aufs andere verschoben (dies ist zwar nicht gerade gleich schnell wie bei der Übertragung vom PC auf ein Gerät, aber immerhin). Gemäss Hersteller soll dies alles äusserst problemlos erfolgen (die Anfrage für ein Testgerät wurde bereits abgeschickt, hoffentlich werde ich dies also schon bald selbst testen können), ich könnte mir aber vorstellen, dass es nicht gerade superbequem ist, Dateien, die in verschiedenen Ordnern abgelegt sind, mit diesem Scrollrad auszuwählen und zu verschieben (zum Beispiel wenn ich einem Kollegen einige MP3s rüberschieben will - die Folderstruktur beim iPod ist meines Wissens ja nicht gerade übersichtlich).

 

Bei tendenziell eher legaleren Geschichten wie zum Beispiel der Übertragung von Fotos auf einen USB-Stick dürfte das aber wohl kein Problem sein. Wenn man an einer Party ist und jemand Fotos schiesst, könnte man also mit dem Hitch die Bilder gleich an Ort und Stelle auf einen USB-Stick kopieren (ja, ein echter Geek hat immer einen USB-Stick dabei. Ein echter Schweizer-Geek eventuell sogar ein Taschenmesser mit integriertem USB-Stick). Wunderbar finde ich, dass man mit dem Hitch auch gleich die angeschlossenen Geräte aufladen kann (sofern sie den Ladevorgang via USB unterstützen). Gemäss Sima, dem Hersteller des Hitch, reicht eine Akkuladung aus, um zwei Video-iPods komplett aufzuladen. Und wer etwas von Programmierung versteht, kann den Hitch schon bald mit zusätzlichen Funktionen versehen. Die Firmware basiert nämlich auf Linux, und Sima wird in naher Zukunft ein Development Kit zur Verfügung stellen. Insgesamt macht der Hitch einen wirklich guten Eindruck, einzig der Preis von circa $150 ist etwas hoch. Zudem kommen Mac-User nicht wirklich auf ihre Kosten, da der Hitch ihr Dateisystem nicht unterstützt (ein iPod müsste also auf NTFS-formatiert sein!).

Added Value:

Hitch

[via IM von ckr]

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