23.11.13

Spielzeug-Gadgets

Foto: Hades2k. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Weihnachten – jedes Jahr das gleiche Problem: Was schenkt man dem Gadget-vernarrten Partner? Socken? Parfüm? Einen romantischen Kurztrip nach Venedig? Alles Quatsch!

Es muss einfallsreich und spaßig sein - eben ein verspieltes Gadget! Hier ein paar Tipps.

Zugegeben: Unsere (subjektiven und fast völlig willkürlich ausgewählten) Vorschläge sind vielleicht nicht unbedingt für jedermann geeignet oder sinnvoll, aber durchaus als Gag oder Zeitvertreib geeignet. Und der eine oder andere könnte auch längerfristig Gefallen an diesen Spielzeugen für Erwachsene finden. Sollte das nicht der Fall sein, haften wir nicht mögliche Schäden und Streitereien während des Weihnachtsfestes!

Telefonieren wie früher mit The Brick

Ab Dezember hierzulande erhältlich: The Brick . Der Name ist Programm, denn das Telefon sieht wie ein Ziegelstein aus. Statt diesem beim nächsten Straßenkampf um sich zu werfen, sollte er lieber zum Telefonieren verwendet werden. Der Hersteller ließ sich bei The Brick von den guten, alten Mobiltelefonen der 80er Jahre inspirieren. Herausgekommen sind monströse Geräte, die schon die Helden aus Das A-Team und MacGyver höchstpersönlich in den Händen gehalten haben könnten.  Doch die Modelle von Hersteller Binatone erfüllen sogar einen Zweck: Das The Brick 4 Home für 79,99 Euro ist ein reguläres, schnurloses DECT-Telefon für die heimischen vier Wände. Als Reichweite wird eine Entfernung von bis zu 1 km angegeben. Das genügt für lässige Telefonate im Vorgarten. Eine Ecke cooler/peinlicher dürfte die Power Edition für 99,99 Euro sein. Dank Bluetooth-Anbindung kann man unterwegs mit diesem Telefongespräche vom Smartphone führen, das "richtige Telefon" mittels des integrierten XXL-Akkus sogar aufladen oder Musik über die integrierten Lautsprecher abspielen - was man halt für hip hält.

Möchte man die Illusion perfektionieren, schenkt man dem Gegenüber nicht nur ein The Brick, sondern zusätzlich einen Termin beim Frisör, ein nostalgisches Outfit und ...tja... einen DeLorean?

Abheben mit SmartPlane

Jaja, schon klar: SmartPlane klingt nach einem banalen, ferngesteuerten Flugzeug. Vielleicht ist es das auch, allerdings hat dieser Flieger für den verhältnismäßig schmalen Geldbeutel einige Vorzüge.  Auf den ersten Blick sieht das knapp 70 Euro teure Gadget schon billig aus. Auch auf den zweiten Blick. Und dritten. Denn letztlich bestehen Rumpf und Flügel aus weißem bzw. schwarzem Polystyrol. Dadurch wiegt das gute Stück beeindruckende 11 g. Dies ist dringend erforderlich, um SmartPlane überhaupt in die Lüfte zu bringen. Dank Bluetooth 4.0 ist das Flugzeug nach einer recht langen, aber einmaligen Einrichtungszeit einsatzbereit und kann sich bis zu 60 Meter vom Nutzer entfernen.

Das ist übrigens die große Besonderheit: SmartPlane ist das erste und bisher einzige Flugzeug dieser Art, das mittels des Smartphones (aktuell nur iPhone ab 4S) kontrolliert wird. Der winzige Propeller auf der Vorderseite wird via App in der Stärke angepasst, die Bewegungssensoren des Telefons oder Tablets verändern die Lage des hinteren Pedals. Und wie geht’s los? Propeller an, Flugzeug in den Raum werfen und sofort fliegt es los. Am besten sind Outdoor-Einsätze, vor allem aufgrund der hohen Geschwindigkeit. Der LiPo-Akku hält durchschnittlich fünf Minuten, danach wird er 15 Minuten aufgeladen.

Selbst haben wir SmartPlane schon ausprobiert - ein echt netter Spaß. Auch wenn die Angst, das Polystyrol könnte mal nachgeben, immer mitfliegt. SmartPlane ist unter anderem bei Amazon erhältlich.

Hausputz auf der Couch mit dem RC Sugoi Mop

Der Göttergattin oder der Mami einen Wischmop zu Weihnachten schenken - da ist der Ärger vorprogrammiert. Es sei denn, wir reden hier über den Sugoi Mop. Den verkauft Japantrendshop für gerade mal 22 Euro und macht ihn damit zu einem albernen Spaßgeschenk. Der Witz hier: Mittels einer Fernbedienung sind Nutzer in der Lage, einen Mob durch die Wohnung zu schicken. Vorwärts, rückwärts, links und rechts - in die Ecken kommt das Teil sicher auch. Sechs Batterien werden benötigt, danach kann’s losgehen.

Sicher, einen Mehrwert sollte man von diesem japanischen Spielzeug nicht erwarten. Aber wer sonst nicht viel von Hausarbeit hält, kann mit dem RC Sugoi Mop wenigstens seinen guten Willen zeigen. Zusätzlich ist ein fahrbarer Mülleimer erhältlich. Also das sei jetzt nur der Vollständigkeit halber erwähnt...

Kreativität als Geschenk: Fritzing Creator Kit

So spannend Arduino auch sein mag - die Kreativplattform ist für Laien schwer zu verstehen. Mit dem Fritzing Creator Kit soll der Einstieg in die vielseitige Welt der Mikrocontroller deutlich einfacher und vor allem spaßiger werden. Das knapp 100 Euro teure Paket enthält alles, was man für den Start benötigt. In der Box befinden sich ein Arduino UNU R3 und zahlreiche Einzelteile wie Sensoren, Schalter, Motoren, Widerstände, Schrauben und ein LED Matrix Display. Dank eines alles erklärenden Buches auf 130 Seiten mit praktischen Beispielen und mitgelieferten Bastelbögen sollen angehende Hobbybastler in Windeseile einen sich bewegenden Roboter, einen Wahrsager oder gar einen Dinosaurier, der Twitterstreams durchsucht, erschaffen. Das klingt nach Spaß für große und kleine Technikfreunde.

Konnte man irgendwann den Dino besänftigen und den Roboter zähmen, hat man immer noch wichtige Komponenten, mit denen eigene Erfindungen kreiert werden können. Eine spezielle Fritzing-Software verspricht das simple Erstellen eigener Platinen (und damit neuer Funktionen). Wir lassen uns ein Exemplar zum Testen zuschicken und werden berichten.

Weitere Details zu dem Produkt aus Berlin-Kreuzberg gibt’s auf der Webseite des Herstellers . Dort heißt es, dass das Fritzing Creator Kit ab 12 Jahren geeignet ist.

LEGO trifft auf Retro

Die bessere, aber leider Gottes nerdige Hälfte soll zu Weihnachten die Klappe halten? Dann braucht er bzw. sie Beschäftigung. Wie wäre es mit den amüsanten Bastelpaketen von Chris McVeigh? Der bietet auf seiner Webseite Mini-Baukästen an, mit denen man aus LEGO-Steinen eine alte Spielkonsole, einen 80er Jahre Fernseher oder einen nostalgisch anmutenden Heimcomputer erschaffen kann. Schade, dass der C64 und der Apple-Rechner aktuell ausverkauft sind, dafür gibt’s noch das lustige TV-Gerät und den erstaunlich gut gelungenen Atari 2600 . Preislich geht’s bei etwas über 40 US-Dollar los, geliefert wird auf Wunsch nach Europa.

Um es zu betonen: NEIN, die Geräte funktionieren nicht wirklich. JA, das ist ein Spielzeugbaukasten - aber ausnahmsweise mal nicht für die Kleinen. Die wissen vermutlich eh nicht, was Atari oder Commodore ist....

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