25.01.08

Vodafone UMTS-USB-Stick: UMTS zum Anstöpseln

Vodafone USB-UMTS-Stick

UMTS für Notebooks gibt es als PCMCIA-Karte zum Einstecken, als Box zum getrennten Aufstellen und Anschließen, als Handy oder Blackberry, das zum Modem umfunktioniert werden kann, oder ab Werk schon fest eingebaut. Jetzt gibt es von Vodafone auch kompakte UMTS-USB-Sticks zum nachträglichen UMTS-Nachrüsten.

Vodafone USB-UMTS-Stick

Nicht für WLAN, sondern UMTS: Vodafone USB-Stick (Bild: Vodafone)

Man fragt sich, wie die UMTS-SIM-Karte in so einen kleinen Vodafone UMTS-USB-Stick hinein passt. Doch das tut sie. Und ein freier USB-Port findet sich an modernen Notebooks eher als einer der langsam aussterbenden PCMCIA-Slots. Dabei ist der kleine Stick schneller als so manches DSL: max. 7,2 MBit/s Download mit HSDPA, max 1,45 MBit/s Upload mit HSUPA, und auch gewöhnliches GPRS in den normalen GSM-Bändern, wenn gerade kein UMTS empfangen werden kann.

 

 

Dabei ist kein Vertragsabschluss notwendig, es gibt auch die Möglichkeit, über sogenannte Websessions sich stunden-oder tageweise Zugang zu kaufen. Besonders praktisch ist dies auf Auslandsreisen: mit einem Festpreis von knapp unter 15 ? kann einen ganzen Tag mit UMTS gesurft werden, was bei einem normalen Vertrag mit Roaming teurer werden kann als der ganze Urlaub.

Der Haken ist wie immer beim Preis: mit einem regulären UMTS-Datenvertrag, der monatliche Gebühren verursacht, ist der UMTS-Stick für einen Euro zu haben, ohne kostet er jedoch mal eben das 399-fache. Da ist es eventuell günstiger, ein UMTS-Handy zu nehmen, zumal es bei Vodafone seit dem 9. November 2007 auch die sogenannte Vodafone live Flatrate gibt, bei der wie beim 1&1 Pocketweb für 9,95 ? im Monat beliebig viel auf dem Handy gesurft werden kann.

Allerdings gilt dieser Tarif dann grade nicht für die Nutzung des Handys als Modem für den Notebook, hier sollen seitens Vodafone zur CeBIT bessere Tarife kommen als die heutigen, die in diesem Punkt noch ziemlich teuer sind. Doch ein Handy als Modem erspart unterwegs ein weiteres Gerät und eine weitere SIM-Card. Als dritter Vorteile kann es auch bei schlechten Empfang ans Fenster gelegt werden, während das Notebook auf dem Schreibtisch stehen bleibt.

Während Datenübertragung übers Handy nun mehr als 10 Jahre ein Nischenmarkt war, der gerade einmal 2% des gesamten Mobilfunknetzbetriebs ausmachte, erwartet Vodafone 2009 oder 2010 mehr SIM-Cards für USB-Sticks als für normale Telefone zu verkaufen. Die passende Hardware scheint inzwischen da zu sein, doch entscheidender wird sein, ob die zur CeBIT versprochenen Tarife UMTS tatsächlich vom Luxusgegenstand zum Arbeitsmittel werden lassen.

Vodafone UMTS-USB-Stick

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