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11.07.11

USB-Zahlenschloss: Kryptex für USB-Sticks

Dieser USB-Stick ist definitv geschützt... könnte man meinen

Statt mit undurchsichtigen Verschlüsselungsalgorithmen zu hantieren, eignet sich ein simples Zahlenschloss viel besser - vorallem kann jeder sehen, dass der USB-Stick gesichert ist.

 

Wenn es um Sicherheit geht, verstehe ich keinen Spass: 256-bit AES, RSA-2048, IDEA, Cast, Blowfish, DES - ich verschlüssele mit allem nacheinander, durcheinander, vorwärts und rückwärts. Denn viel hilft ja bekanntlich viel. (Das ist ein Scherz, hintereinander angewendete Kryptoalgorithmen sind unsicherer!) Trotzdem bleibt am Ende die Frage offen: "Ist es jetzt ausreichend geschützt oder nicht?" Bei der Haustür ist es einfach: Schlüssel zweimal herumdrehen, kräftig an der Tür rütteln und man kann sich sicher sein, dass keiner reinkommt. Die mechanische Barriere findet bei diesem Zahlenschloss-USB-Stick auch ihre Anwendung.Im Gegensatz zu irgendwelchen Kryptoverfahren, die nur die wenigsten verstehen, stellt ein echtes Schloss eine nachvollziehbare Barriere dar. Und genau damit schützt sich dieser Stick vor neugierigen Blicken. Eine Zahlenkombination mit fünf Ringen umschließt den Stick und gibt ihn erst nach korrekter Zahlenreihe frei. Ich spreche zwar kein Russisch, doch der Explosionszeichnung nach zu urteilen kann man durch Anordnung der Ringe zwar seine eigene 5-stellige Kombination einstellen, doch durch die gefräste Kerbe sind die fünf Zahlen schon vorher festgelegt.

Wer sich noch an den Matheunterricht erinnert, errechnet für 5 Scheiben 100'000 verschiedene Kombinationen, ausreichend genug um jeden neugierigen Arbeitskollegen fernzuhalten. Im Gegensatz zu den Software-Verschlüsselungen erkennen wir als Laien sogar die Schwachstelle des Kryptex: Die Kappe des USB-Sticks verdeckt nicht die Schraubenköpfe, die die Ringe zusammenhalten. Damit heißt es wohl doch wieder, den Verschlüsselungseintopf anzurühren.

 

Via fancy.

Hersteller-Seite.

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