23.12.07

USB Stick Betrug: "Virtueller Speicher"

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USB Sticks haben die Diskette, oftmals - da leichter bespielbar - auch die CD, als mobile Datenträger abgelöst. Wie c't jetzt herausgefunden hat, schwindeln Billiganbieter bei der angegebenen Speicherkapazität.

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Der Test der Fachzeitschrift c't ergab, dass vor allem Billiganbieter bei der Angabe der Speicherkapazität die Kunden belügen. Ein Stick hat sogar anstatt der angegebenen 1024 MB (ein Gigabyte) gerade einmal 400 MB an Daten fassen können.

Dies ist nicht nur Betrug am Kunden. Es führt auch zu unerwarteten Datenverlusten, da diese Sticks - vereinzelt sind auch Flash-Chips für Digitalkameras betroffen - dem Rechner oder der Digitalkamera vorgaukeln, noch ordnungsgemäß zu speichern, während die Daten längst hämisch kichernd ins Nirvana geschickt werden.

Mit dem kostenlos herunterladbaren Prüftool "H2Testw" der c't kann man herausfinden, ob der eigene Stick auch ein (halber) Wolf im Schafspelz ist, oder ob man das bekommen hat, wofür man gezahlt hat. Auch teure Markensticks sollte man testen, da auch Fälschungen in Umlauf sind. Momentan besonders betroffen sind allerdings speziell USB-Sticks von Aldi Suisse - und ausgerechnet von der c't selbst verschickte 1-GB-Sticks als Prämie für Neuabonnenten. Einige Händler erklären sich bereits bereit, die Sticks zurückzunehmen bzw. umzutauschen, doch alle sind dazu verpflichtet. Die verlorengegangen Daten müssen und können sie aber natürlich nicht wiederbeschaffen.

Es gilt also: Finger weg von billigen Angeboten und lieber ein wenig mehr ausgeben, dafür bekommt man dann aber auch viel Speicherplatz auf kleinstem Raum, frei von mechanischen Teilen, vor allem aber ein ruhiges Gewissen um die Sicherheit seiner Daten. Jedenfalls nach erfolgreich bestandenem Test.

Meldung von Heise online

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