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03.02.09

US-Militär-Rekrutierungscenter: Brot und Videospiele

US Virtual Army Experience: Noch hat der Soldat neun Leben...

Etwas Kriegspielen gefällig? Die US-Army hat für Spielefans ein 12 Millionen US-Dollar teures Rekrutierungscenter eröffnet - mit Rockmusik und Videospielen.

Schon in den Vietnam-Krieg zogen die Soldaten mit der damals aktuellen Rockmusik. Computerspiele gab es damals aber nur für Wissenschaftler.

im Franklin-Mills-Shopping-Center in Philadelphia hat sich die US-Armee dagegen nun nicht lumpen lassen und 60 Computer sowie 19 XBox-360 mit militärischen "Ballerspielen" bestückt:

Die potentiellen Rekruten können es dann kräftig zu lauuter Rockmusik krachen lassen. Und wenn ihnen das gefällt, dann unterschreiben sie hoffentlich, so der Gedanke, und spielen weiter, nur gegen Geld. Aber mit nur noch einem Leben.

12 Millionen US-Dollar hat die Armee-Spielhölle gekostet. Pressetext.at hat bereits besorgt deutsche Bundeswehr und österreichisches Bundesheer gefragt, ob man dort derartig moderne Sitten auch plant - aber bei uns werden die Soldaten doch noch auf normale Art geworben - oder ohnehin zwangsverpflichtet.

 

Wir legen Wert auf eine individuelle Ansprache, damit Chancen und Pflichten, die mit dem freiwilligen militärischen Dienst verbunden sind, umfassend und authentisch dargestellt werden. Videospiele vermitteln ein zu einseitiges Bild des militärischen Alltags.

Oberstleutnant i.G. Thomas Overhage, Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums für die Angelegenheiten der Streitkräftebasis.

Nun, eigentlich war ich nicht davon ausgegangen, daß Videospiele überhaupt den "militärischen Alltag" zeigen - oder gibt es darin auch Sequenzen mit den beliebten Disziplinen Latrinenputzen oder Rudelsaufen? Aber auch mit aufgesetztem iPod in den Krieg zu fahren, ist für deutsche Soldaten wohl noch nicht üblich. Könnte lebensverlängernd sein.

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