10.05.11

Urbanears Plattan Headset im Test: Großstädtischer Ohrenschmuck

Urbanears Plattan

Urbanears macht Kopfhörer, die auffallen. Durch ihre Farbe und durch kleine Extras. Auch durch ihren Klang und ihre Alltagstauglichkeit? Wir haben das Modell Plattan getestet.

Der erste Gedanke nach dem Öffnen des Pakets mit dem Plattan Headset von Urbanears: ganz schön gelb! Die Farbe, die auf den Bildern im Web, zusammen mit den anderen und in der gesamten Palette, nicht besonders auffällt, wirkt im echten Leben ungewohnt knallig.

Aber das ist gewollt - und eines der Merkmale von Urbanears Plattan: man erkennt ihn sofort, egal in welcher Farbe. Die konsequente Farbgebung hebt ihn aus der Masse hervor.

 

Ebenso wie das dicke Kabel mit der Textilhülle. Die konsequente Farbgebung ist aber nicht das einzige Merkmal der Plattan Kopfhörer. Urbanears hat die Oberfläche der Kopfhörer, den Fernbedienungsschalter und den Stecker mit einer Gummierung überzogen. Die Bügel sowie das 120 cm lange Kabel tragen dagegen eine Textilummantelung.

Die Kopfhörer sitzen nicht über den Ohren, sondern darauf. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nicht unangenehm. Durch die Kunstleder-Polsterung entsteht auch nach längerem Hören kein Druck auf der Außenseite der Ohren. Allerdings werden Sie an den Kopf gedrückt und nach einer Stunde oder so ziemlich warm. Das merkt man aber eher beim Abnehmen, wenn die frische Luft wieder zwischen Ohr und Kopf zirkuliert.

Da aber Ohren und Gefühle durchaus unterschiedlich ausfallen, ist es möglich, dass jemand anderes dieses Phänomen gar nicht bemerkt. Zudem ist auch bei mir nur 3 mm Haar als Polsterung zwischen Kopf und Ohr. Kommen wir lieber zu den Fakten.

Urbanears Plattan sind mit handgemachten 40-mm-Treibern ausgestattet und besitzen einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz. Der Klang ist ausgewogen, weder zu basslastig noch zu schrill. Der rechte Ohrhöhrer ist als Clou mit einer Buchse für einen 3,5 mm Klinkenstecker ausgestattet, so dass sich ein Freund mit seinem eigenen Kopfhörer dort ankoppeln und mithören kann. Eine schöne Idee, dadurch muss man keinen Splitter einstecken, um zu zweit hören zu können.

Außerdem besitzen die Urbanears Plattan ein Mikrofon, das ca. 13 cm vom linken Kopfhörer entfernt im Kabel sitzt. Es nimmt Frequenzen zwischen 15Hz und 16KHz auf und ist so konstruiert, dass es die menschliche Stimme möglichst naturgetreu wiedergibt.

Direkt beim Mikrofon befindet sich ein Knopf zur Gesprächsannahme bzw. Musiksteuerung. Einmal drücken wechselt zwischen Play und Pause, zweimal drücken springt zum nächsten Song, dreimal drücken zum vorherigen. Praktische Sache, nur schade, dass kein Lautstärkeregler dabei ist, wie bei Apples Originalköpfhörern.

Aber dafür liegen den Urbanears zwei Adapter bei, die das Kabel etwas verlängern und es auch mit anderen als Apple-Geräten kompatibel machen. Von Haus aus lassen sich die Urbanears Plattan mit iPhone, iPad und iPods ebenso verwenden wie mit Geräten von Blackberry oder HTC.

Durch den einen Adapter wird die Reihe um Nokia-Geräte erweitert. Der Zweite Adapter ist für ältere Geräte gedacht, die nur mit Sound zurecht kommen und bei denen die Fernbedienungskontakte den Klang beeinträchtigen können. Da hat Urbanears mal wieder an alles gedacht. Mehr Infos gibt es auch direkt bei

Urbanears

Fazit: Stylish, praktisch, gut. Urbanears Plattan sind in etlichen Farben erhältlich, sehen gut aus, hören sich gut an und besitzen durchdachte Extras wie die zound plug genannte Kopfhörerbuchse. Eine klare Kaufempfehlung, vor allem bei dem Preis: Die Apples Originalköpfhörern kosten knapp 60 Euro. Kann man nicht meckern.

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