11.02.14

Urb-E: Faltroller ist das kompakteste Elektrofahrzeug der Welt

Urb-E

Der Urb-E ist ein Elektroroller, der sich auf ein erstaunlich kompaktes Maß zusammenfalten lässt. Man kann ihn dann nicht nur problemlos in einem Kofferraum verstauen, sondern auch beispielsweise mit in einen Bus nehmen. Auf Indiegogo suchen die Macher nun nach Unterstützern.

 

Amerikanische Städte haben ein Problem, das wir in dieser Form in Europa meistens nicht kennen: fehlende Alternativen zum Auto. Entsprechend überlastet sind die Straßen in der Hauptverkehrszeit und Parkplätze sind entweder rar oder teuer. Hierzulande kann man im Zweifel wenigstens auf öffentliche Verkehrsmittel setzen, die aber zur Rush-hour auch nicht gerade immer ein Quell der Freude sind. Oder man strampelt auf dem Rad durch die Stadt. Kein Wunder, dass E-Bikes ein so beliebtes Thema sind: Sie bieten unkomplizierte Mobilität. Mit dem Urb-E wollen die Macher hier eine noch bessere Alternative bieten. Ihren Faltroller kann man im Fall der Fälle auf das Maß eines Rollkoffers zusammenklappen und ebenso hinter sich herziehen.

Zwei Modelle bietet das Team nun via Indiegogo zur Unterstützung an. Sie unterscheiden sich nur in der Zahl der Räder: zwei oder drei. Mit drei Rädern ist der Urb-E natürlich stabiler, mit zwei Rädern noch ein wenig agiler. Ansonsten sind die technischen Daten aber gleich. Rund 32 Kilometer Reichweite versprechen die Macher mit einer Akkuladung. Geschwindigkeiten bis zu rund 24 km/h sind möglich. Mit etwa 13 kg Gewicht ist er kein Fliegengewicht, aber sicherlich für die meisten Gelegenheiten leicht genug. Zusammengeklappt misst er 40 x 40 x 91 cm und ist damit nach Angaben seiner Macher das kompakteste Elektrofahrzeug der Welt.

Schlauerweise lässt sich am Urb-E in der Dreirad-Version eine Halterung anbringen, auf der man seine Tasche auf dem Arbeitsweg abstellen kann. Beide Modelle sehen zudem eine Smartphone-Halterung für den Lenker vor und man kann sein Mobilgerät auch beim Fahren vom Akku des Rollers aufladen lassen. Und natürlich gibt es für den Urb-E auch das, worauf heute niemand mehr verzichten kann, der etwas auf sich hält: eine App. Sie kommt für Android-Smartphones und iPhones heraus und zeigt beispielsweise den Ladezustand der Batterie an oder wie schnell man fährt. Man soll sein Handy auch als Schlüssel für seinen Roller nutzen können.

Das folgende Video stellt das Projekt vor:

vimeo.com/85757213

Ein ehemaliger Porsche-Ingenieur hat demnach bei der Entwicklung mitgeholfen und die Alurahmen werden nach demselben Prinzip wie Apples MacBooks hergestellt. Inwiefern man sich von diesen beiden Fakten überzeugen lässt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wer überzeugt ist, könnte allerdings beim Blick aufs Preisschild eine Vollbremsung hinlegen: Umgerechnet gut 1.170 Euro werden fällig und das gilt nur für die auf 100 Stück limitierte "Early Adopter Limited"-Version. Hinzu kommt bei Interessenten außerhalb der USA der internationale Versand in unbekannter Höhe.

Sollte die Finanzierung über Indiegogo gelingen, sollen die ersten Modelle im August 2014 ausgeliefert werden.

Weitere Informationen findet ihr auf der Indiegogo-Projektseite zum Urb-E. Gefunden haben wir ihn auf TechCrunch.

Schlagworte zu diesem Artikel

Jetzt gratis anmelden und wir unterstützen Sie mit Informationen und aktuellen Lernangeboten!