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21.05.14

Ubuntu Orange Box: Einmal Cloud zum Mitnehmen, bitte!

Ubuntu Orange Box. Alle Bilder: Canonical

Ubuntu-Anbieter Canonical hat die Cloud zum Mitnehmen erfunden:

Ein oranger Kasten, der an ein Server-Rack erinnert, alles mitbringt um Daten sicher abzulegen und natürlich mit der neuesten Version der Linux-Distribution Ubuntu bestückt ist. Kostenpunkt: Knapp 10.000 Euro.

Nachdem Ubuntu-Anbieter Canonical Anfang April das Ende der persönlichen Cloud Ubuntu One angekündigt hatte, gab es nicht wenige, die dachten, Ubuntu hätte das Thema Cloud Computing gleich ganz abgehakt. Das Gegenteil ist der Fall.

Denn jetzt hat Canonical gleich etwas sehr Handfestes vorgestellt: die Cloud zum Mitnehmen. Der Hersteller selbst nennt es Ubuntu Orange Box oder - auch nicht schlecht - „Metal as a Service“ (MaaS), und hier ist der Name Programm: Es gibt einen orangen Kasten, der einem mobilen Cluster entspricht. Technisch ist alles drin, was man braucht, um seine Cloud gleich mitzunehmen. Denn tragbar ist die Orange Box natürlich auch.

Ubuntu Orange Box verfügt über zehn Nodes mit jeweils vier Kernen (Intel Core i5 3427U) und 16 GB RAM. Der SSD-Speicher summiert sich auf 1,2 Terabyte, wobei vier der Nodes noch etwas Extraspeicher in Form einer SSD bekommen haben und Canonical sich nicht hat lumpen lassen, ein Node noch mit einer 2-Terabyte-Festplatte auszustatten. Natürlich sind WLAN und Gigabit Ethernet drin sowie Intel-Grafik (HD 4000). Als Software bringt die Box natürlich Ubuntu mit (LTS 14.04 64-bit), Ubuntu Archive Mirror, das Cloud-Automatisierungstool Juju und ein Jahr gehobenen Support für Ubuntu.

Gewicht des Kastens: leer 17 kg, mit allen möglichen Komponenten 34 kg. Tragbar ist die Box also, aber leicht ist etwas anderes. Canonical bietet für die Handhabung der Orange Box ein zweitägiges Training in einem Ubuntu-Schulungsseminar an. Kostenpunkt ohne Extras: beim britischen Anbieter Tranquil PC Shop umgerechnet gut 9.300 Euro. Wer mehr Speicher will, kann auch noch deutlich mehr dafür ausgeben. Ein teurer, ein wohl preisgerechter, aber auch ein spannender Ansatz. Die Cloud für Zuhause hat eben ihren Preis.

Mehr Informationen über die Orange Box gibt es Ubuntu Orange Box .

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