15.10.13

Ubooly: Dieses Plüschtier hat nur Smartphones im Kopf

Ubooly richtet sich an Kinder zwischen 4 und 7 Jahren.

Mit Ubooly sollen Kinder nicht nur beschäftigt werden, sondern zugleich ganz spielerisch etwas lernen. Es ist eine Kombination aus iPhone-App und Plüschtier-Hülle. Die neue Version funktioniert nun auch mit Android-Smartphones und sogar mit dem iPad Mini. Noch wichtiger: Ubooly kann jetzt Deutsch.

Ubooly richtet sich an Kinder zwischen 4 und 7 Jahren.

Noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wagt das US-Startup Ubooly mit seinem smarten Lernplüschtier den Sprung in internationale Märkte. Als die erste Version von Ubooly vorgestellt wurde, waren die Macher überrascht von der starken Nachfrage aus Ländern, die eben nicht Englisch als Hauptsprache haben. Nun ist es soweit und es kommt neben Deutsch auch auf Spanisch, Französisch, Italienisch und Japanisch. Schöner Nebeneffekt: Kinder können über Ubooly zugleich ihre Kenntnisse in Fremdsprachen erweitern. Aber das ist nicht alles.

Auch inhaltlich haben die Macher nachgelegt. Ubooly soll schließlich nach ihrem Willen für lange Zeit spannend und interessant bleiben. Damit wollen sie zugleich ein Vorbild für andere in der Spielzeugindustrie sein, die ihrer Meinung nach zu viel auf Marketing und zu wenig auf Substanz setzen. Das jedenfalls geht aus dem Selbstdarstellungstext bei Kickstater hervor. Wozu Ubooly überhaupt auf die Crowdfunding-Plattform setzt, ist nicht so ganz klar, schließlich hat das Unternehmen aus Colorado erhebliche Mengen Investorengelder im Rücken. Aber wahrscheinlich bietet es sich als kleine Werbemaßnahme für die neue Version an.

Im Kern besteht Ubooly aus der App mit ihren Spiel- und Lerninhalten sowie dem Plüschtier, in dem man das Smartphone oder das iPad Mini platziert. Auf dem Display des Geräts wird das Gesicht angezeigt und man nutzt es durch Fingertap beispielsweise auch, um seinen Ubooly aufzuwecken. Einen Eindruck bekommt man in diesem Video, das die Ubooly-Macher für TechCrunch aufgenommen haben:

Wie man sieht, geht es vor allem um Interaktivität – womit ausnahmsweise mal nicht nur gemeint ist, dass man als Nutzer zwischendurch mal einen Knopf drücken darf. Ubooly soll nach eigener Darstellung Kinder dazu anregen, aktiv zu werden, sich zu bewegen, etwas Neues zu lernen oder einfach nur Spaß zu haben. Hunderte von Aktivitäten sind schon von Beginn an dabei und wöchentlich kommen neue hinzu, die automatisch heruntergeladen werden. Für diese Inhalte arbeitet das Team mit Lehrern zusammen.

Eltern können in der App mehrere Profile für ihre Kinder hinterlegen, so dass sich Ubooly ganz auf das Alter und die Interessen einstellt. Generell soll sich das schlaue Plüschtier für Kinder im Alter von etwa 4 bis 7 Jahren eignen.

Ach und wie man diesem lustigen kleinen Video entnehmen kann, sprechen Uboolys jetzt auch miteinander:

Das jeweils verwendete Gerät soll übrigens im Innern gut geschützt sein. Generell werden aber wohl nur wenige Eltern ein mehrere hundert Euro teures Gadget hineinstecken. Ein Android-Mediaplayer tut es im Zweifel schließlich auch oder ein iPod touch. Benötigt wird ein WLAN-Verbindung, um neue Inhalte herunterzuladen können.

Die modern-plüschig-niedlich-lehrreiche Kinderbespaßung fürs 21. Jahrhundert ist abgesehen vom Gadget im Innern überschaubar teuer. Einen Ubooly bekommt man via Kickstarter für umgerechnet rund 33 Euro inklusive Versand – wahlweise in Orange, Grün oder "Hot Pink". Die große Version fürs iPad Mini schlägt dann schon mit 59 Euro zu Buche. Die App selbst ist kostenlos und liefert laut Beschreibung schon zahlreiche Inhalte mit. Ergänzende Inhaltepacks zu Themen wie "Weltraum", "Zähne putzen" oder "Der menschliche Körper" kosten dann je 3 US-Dollar extra (aktuell entspricht das etwa 2,20 Euro).

Das Kickstarter-Projekt läuft noch bis 23. Oktober und hat sein Ziel von mindestens 25.000 US-Dollar bereits erreicht. Weitere Informationen hier auf der Projektseite.

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