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09.10.15

Tympani: Fiebermessen mit dem Smartphone

TympaTympani (Bild: Sketchfab)ni (Bild: Sketchfab)

Das Crowdfunding-Projekt Tympani erinnert an den Mitbewerber Wishbone. Wir haben uns angeschaut, was - zumindest auf dem Papier - die großen Unterschiede zwischen den Gadgets sind.

TympaTympani (Bild: Sketchfab)ni (Bild: Sketchfab) TympaTympani (Bild: Sketchfab)ni (Bild: Sketchfab)

 

"Tympani ist das weltweit kleinste und genaueste Thermometer für iPhone und Android": Mit diesen Worten wurde kürzlich eine Kampagne auf Indiegogo beworben. Wer die Worte auf sich wirken lässt, könnte auf den ersten Blick meinen, hierbei handele es sich um eine kleine Revolution. Doch neuerdings.com-Leser wissen: Fiebermessen mit dem Smartphone ist ein alter Hut.

Zum Beispiel berichtete ich vor ein paar Monaten über Wishbone. Auch hierbei handelte es sich um ein Crowdfunding-Projekt, allerdings auf Kickstarter.com. Was damals mit "the world’s smallest smart thermometer" angepriesen wurde, entpuppte sich im späteren Test leider als Technik-Schrott. Ist also auch Tympani ein vorprogrammierter Flop?

Wie gut sich Tympani schlägt, das lässt sich selbstverständlich ohne eine Test-Gerät nicht sagen. Was mir aber aufgrund der reinen Fakten auffällt: Die Erfinder von Tympani wählten für ihr Produkt technisch gesehen einen deutlich besseren Weg.

Die bessere Technik?

Vom Badewasser über den Tee bis hin zum eigenen Körper: Mit Wishbone soll man die Temperatur von verschiedenen Objekten messen können. Das geschieht, indem man den Smartphone-Aufsatz in die Lautsprecher-Buchse steckt, einigen Zentimeter Abstand zum Messgegenstand hält und dann in der App einen Button drückt.

Leider lieferte das Gadget in meinem Test entweder gar keine Ergebnisse, oder die Daten schwankten derart, dass sie unbrauchbar erschienen. Ein Grund für die Schwankungen könnten im Abstand zum Objekt liegen. Und - wie ein User meinte - in der Nähe zum Smartphone.

Diese zwei "Gefahrenquellen" scheint Tympani zu umgehen. Einerseits, weil man den Sensor wie ein klassisches Fieberthermometer ins Ohr steckt. Andererseits, weil die Erfinder von Sketchfab ein 24 Zoll langes Verlängerungskabel mitliefern.

Erfolgreich. Aber kein großer Geldbringer.

Ansonsten erinnert bei Tympani sehr viel an Wishbone: Mittels der kostenlosen Companion-App für iOS und Android zeichnet man seine Daten auf und lässt sie anschaulich als Kurven darstellen.

Tympani (Bild: Sketchfab)

 

Einen großen Unterschied gibt es aber noch zwischen den beiden Konkurrenten: Während Wishbone mehr 140.000 US-Dollar über Crowdfunding einsammelte, brachte es Tympani auf knapp 17.500 Dollar.

Nichtsdestotrotz wurde die Kampagne erfolgreich beendet. Nachdem die Backer ihre Geräte erhalten haben, soll das "smart" Fieberthermometer für 35 Dollar in den Handel kommen.

Wer möchte, kann Tympani weiterhin über Indiegogo finanziell unterstützen.

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