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16.10.09

txtr: E-Reader aus Deutschland

txtr - Konkurrenz für den Kindle (Bild: txtr)

Mit txtr erscheint der erste E-Book-Reader aus Deutschland, der dem Kindle Konkurrenz machen könnte.

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob E-Books ein Hype sind, oder ob sich da eine echte Nische auftut. Aber der Menge an neuen E-Readern (Endless Ideas BeBook, Kindle, Endless Ideas BeBook, Barnes& Noble Nook) nach zu urteilen, schient sich ein durchaus großer Markt zu entwickeln. Wer viel Fachbücher lesen muss wird einen E-Reader schnell zu schätzen wissen, aber auch darüber hinaus sind die Geräte interessant. Wie wäre es, wenn man seine Zeitungsabo über den E-Reader bekommt? Der txtr erweitert die Funktionalitäten der E-Book-Reader um den Bereich Mobilfunk, was die Sache mit dem Abo wie beim Kindle leichter macht.

 

6 Zoll misst das Display des txtr, das auf E-Ink setzt und die Texte in Graustufen anzeigt. Es gibt einen Lagesensor, der den Text ins Querformat dreht, wenn man das Display dementsprechend hält, einen Micro-SD-Karten-Slot, USB und Bluetooth. Aber viel wichtiger: es gibt WLAN und GPRS/EDGE.

Seine Bücher kann man im txtr Store kaufen, und auf diesen greift man via Mobilfunk umsonst zu. Auch die Downloads auf den txtr kosten nichts. Möglich wird das durch eine Kooperation mit E-Plus - es entstehen dem Kunden also keine weiteren Kosten. Allerdings funktioniert das im Moment nur in Deutschland, aber Österreich und die Schweiz sollen bald auch folgen. Will man per Mobilfunk auch ins Netz gehen, kostet das dann aber extra.

Die Firmware des txtr basiert auf Linux, ist also offen. Man hofft wohl, dass eine Fangemeinde Browser und andere Programme nachliefert. Ob man da nicht zu sehr aufs crowd sourcing setzt?

320 Euro wird der txtr kosten, wenn er im Dezember auf den Markt kommt. Das ist ungefähr das, was auch der Kindle kostet, aber der funktioniert ja im Moment nur mit dem US-Store von Amazon. Also könnte txtr, vorbehaltlich der Tests, ein gute Alternative sein. Allerdings stehen auch dort vorerst nur 10'000 Titel, bis Ende Jahr nach Angaben des Herstellers 20'000 Titel zur Verfügung - und wieviele davon aus dem Gutenberg-Projekt der Literatur mit verjährtem Urheberrechtsschutz stammen, steht auf einem andern Blatt.

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