22.09.14

TUL: Nie wieder Übergepäck bezahlen – dank Reisekoffer mit integrierter Waage

TUL (Bild: TUL Thustrelie / Kickstarter)

TUL sieht aus wie ein gewöhnlicher Koffer, bietet aber eine interessante Funktion: Sensoren messen, wie schwer das Gepäckstück inklusive Inhalt ist.

 

„Wer eine Reise tut, der kann viel erzählen“, heißt ein Sprichtwort. Das stimmt. Oft beginnen die Erzählungen bereits beim Flughafen, wo man beim Check-In in seiner guten Urlaubsstimmung ausgebremst wurde. Ein Grund hierfür sind gerne vollgestopfte Koffer, die über dem zulässigen Transportgewicht liegen. Eine nervige Prozedur beginnt daraufhin, die entweder den Verlust von geliebten Gegenständen oder ein Loch in der Reisekasse bedeuten.

Das Crowdfunding-Projekt „TUL“ will dieser Problematik entgegen wirken. Hinter den drei nichtssagenden Buchstaben verbirgt sich ein Koffer mit einer integrierten Waage. Das Wiegen erfolgt über Sensoren, welche das Gewicht der Gepäckstücke ohne Anheben des Koffers messen. Stattdessen drückt man nur den „On“-Knopf, dann erscheint auf einem kleinen Display das Messergebnis. Nach einer Minute schaltet sich das LCD von selbst wieder ab.

Unauffällig und sicher

TUL wird 42 x 64 x 25 cm groß sein. Damit ist er in etwa so groß wie typische Koffer im XL-Format. Mit seinem geschätzten Eigengewicht von 4 kg bewegt er sich ebenfalls im normalen Rahmen.

Zusätzlich zum Koffer kann man noch eine spezielle Sicherheitshülle, „PoronXRD“ genannt, erstehen. PoronXRD schützt den Koffer, seine Sensoren und das kleine Display. Und er hält den Koffer zusammen, falls er sich – warum auch immer – öffnen sollte. Zudem wird so das Bundle aus Koffer und Hülle laut offizieller Angaben wasserdicht.

Um die australische Erfindung zur Marktreife zu verhelfen, werden derzeit auf Kickstarter finanzielle Unterstützer gesucht. Rund 66.000 Euro sollen bis zum 5. Oktober zusammenkommen. Ist das Projekt erfolgreich, sollen die Unterstützer, die mindestens 200 Euro gegeben haben, im März ihren Koffer erhalten. Im Mai soll TUL in den Handel kommen.

Elektroschrott? Nein!

Der deutsche Ableger der Webseite Engadget bezeichnet TUL als „Elektroschrottgepäck“ und wünscht dem Projekt nichts Gutes. Das kann ich nicht verstehen. Denn das Problem, dass man sich zu Hause beim Wiegen des Koffers vertut, kennt jeder. Deswegen finde ich die Idee der integrierte Sensoren sehr praktisch.

Trotzdem bin auch ich kritisch. Denn ich würde mein Geld nicht einem unbekannten Erfinder geben, sondern lieber abwarten, bis einer der renommierten Koffer-Hersteller das Wiege-Feature in seine Produkte integriert. Da kaufe ich nicht die Katze im Sack und genieße zusätzlich Garantie.

Wer trotz der Kritik TUL kaufenswert findet, der kann auf der Kickstarter-Seite den Koffer mit integrierter Waage unterstützen.

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