08.06.16

Software

Trello: Ein kostenloses Tool zur Zusammenarbeit

Frank Müller

Trello ist ein Web-basiertes Tool, mit dem man alleine oder auch in mehreren Teams zusammenarbeiten kann. Dabei verbindet Trello eine einfache und intuitive Bedienung mit einer großen Auswahl an Einsatzmöglichkeiten. Das Prinzip beruht auf digitalen Karten mit Aufgaben, Infos oder anderen Inhalten, die verschiedenen Listen und Team-Mitgliedern zugeordnet werden oder mit Unterlisten und Fälligkeitsdaten versehen werden können.


(Bild: Trello)

Universell einsetzbar und kostenlos

Viele Kollaborations-Tools sind eingeschränkt. Entweder ist die kostenlose Nutzung zeitlich eingeschränkt oder wichtige Funktionen sind nur in der Bezahlversion erhältlich. Andere wiederum laufen nicht auf allen benötigten Plattformen.

Trello dagegen ist auch in der kostenlosen Version schon voll einsatzfähig und nützlich. Ob man es nun alleine nutzt oder mit Online-Kollegen in verschiedenen Teams. Das folgende Video gibt einen kurzen Überblick darüber, wie Trello funktioniert.

Ein Trello Board ist eine Liste von Listen, die mit Karten gefüllt sind

So stellt das Unternehmen selbst auf seiner Website das Tool Trello vor. Und es klingt zwar etwas verwirrend, ist aber ganz einfach und intuitiv zu bedienen. Trello Board haben beinahe etwas Haptisches.

Man klickt eine Karte auf einer Liste an, um sie zu bearbeiten oder verschiebt sie auf eine andere Liste, z.B. von "To Do" auf" In Arbeit" oder "erledigt". Wem das bekannt vorkommt: Stimmt, Trello ist in der Art einer Kanban-Tafel aufgebaut, einem Tool, dass bei der Produktionsprozess-Steuerung der japanischen Kanban-Methode hilft. Aber dieser einfach Listen-Aufbau lässt sich nicht nur zur Prozesssteuerung, sondern auch für alle anderen Arten der Zusammenarbeit verwenden.

Und anders als mit den ursprünglichen physikalischen Karten, die auf einem Board von Liste zu Liste verschoben werden, kann man mit Trellos digitalen Karten eine ganze Menge mehr anfangen.

Vielseitige Funktionen

Karten lassen sich mit Checklisten versehen oder bestimmten Teammitgliedern zur Erledigung zuordnen. Man kann ein Fälligkeitsdatum hinzufügen oder Dateien anhängen. Dabei unterstützt Trello auch Online-Speicherdienste wie Google Drive, Dropbox, Box und OneDrive.

Trello ist auf nahezu allen Geräten einsetzbar

Zum einen ist Trello als App für iPhone und iPad, Android-Geräte und das Kindle Fire Tablet zu haben. Zum anderen läuft es auf allen Geräten, die über einen modernen Browser wie Safari, Firefox, Chrome oder Internet Explorer ab Version 10 verfügen.

Und es läuft rund. Ein Trello Board muss man nicht per Hand aktualisieren, um zu sehen, ob sich etwas verändert hat. Wenn eine Team-Mitglied z.B. eine Karte von "Machen" zu "Erledigt" verschiebt, sieht man das in Echtzeit.

Labels sorgen für mehr Übersicht

Karten lassen sich für mehr Übersicht auch mit farbigen Labels versehen. Diese lassen sich beliebig benennen oder können unbenannt bleben, denn sowohl nach Labelnamen als auch nach den Farben kann man seine Listen durchsuchen. dazu reicht es, auf die Taste f (wie finden oder filtern) zu drücken, denn Trello ist auch ohne Maus bestens bedienbar.

Das Kollaborations-Tool lässt sich durch eine Vielzahl von Tastaturkürzeln bedienen, ohne dass man die Maus zur Hilfe nehmen müsste. Trello stellt extra eine eigene Übersicht mit den wichtigsten Tastaturkürzeln bereit.

Trello ist auch per E-Mail steuerbar

Es soll ja Menschen geben, die am liebsten alles per E-Mail erledigen. Auch das ist bei Trello möglich, denn jedes Board verfügt über eine eindeutige E-Mail-Adresse, mit der man Karten erstellen und kommentieren kann.

Trello lädt auch die Anhänge hoch, die mitgeschickt werden. Und wenn man Benachrichtigungen per E-Mail erhält, kann man auf diese auch gleich per E-Mail antworten, ohne Trello zu öffnen. Sehr praktisch!

Weitere Extras je nach Anforderungen wählbar.

Schon im kostenlosen Modus lassen sich bei Bedarf Extras aktivieren. Zum Beispiel kann man sich anzeigen lassen, wie lange Karten schon nicht mehr verändert worden. Im Rhythmus von ein, zwei und vier Wochen werden Karten dann immer durchsichtiger. Wird eine der Karten bearbeitet, setzt das den Alterszähler wieder auf Null. Auch eine Kalenderintegration oder eine Abstimmfunktion sind kostenlos.

Weitere Extras kann man aktivieren, indem man in die Business Class wechselt und pro Monat und Nutzer 8,33 US-Dollar zahlt (bei jährlicher Zahlweise). Nutzer der Bezahlversion Business Class können beispielsweise Gesprächsfäden aus Slack anhängen sowie Anfragen von GitHub und Kundenkontakte aus Salesforce abrufen oder andere Business Tools mit Trello verbinden.

Trello probiert man am besten selbst aus

Auf der Website Trello.com gibt es alle weiteren Informationan auf Deutsch. Dort kann man sich auch kostenlos anmelden und ausprobieren, ob Trello für die eigenen Anforderungen das richtige webbasierte Tool für eine Zusammenarbeit ist.

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