02.10.09

Transportables Brennstoff-Ladegerät: Handy-Tankstelle für 30 Dollar

Die Brennstoffzelle mit Feststoffnachfüllset (Bild: engadget)

Forscher aus Taiwan haben ein preiswertes Verfahren entwickelt, um Ladegeräte auf Brennstoffbasis herzustellen.

Die Brennstoffzelle mit Feststoffnachfüllset (Bild: engadget)War die Technologie bisher meist exorbitant teuer, so ist das Gerät nach den Entwürfen des Industrial Technology Research Technology aus Taiwan relativ preisgünstig: Die Grundeinheit zum Wiederaufladen schlägt mit etwa 30 US-Dollar zu buche, während eine Brennstoff-Füllung nicht teurer werden dürfte als 30 Cent - wenn erst einmal die Produktion angelaufen sei, sagt Jerry Ku, ein Forscher des Instituts.

Er glaubt, sie könnten in jedem Supermarkt oder Kiosk zu kaufen sein - ähnlich den Patronen, die es für Lufterfrischer gibt. Während Brennstofftechnik an sich nichts neues ist und schon seit Jahren als Alternative zur herkömmlichen Akkutechnik im Gespräch, sind die Ersatzpatronen für das Ladegerät die eigentliche Innovation.

Dabei handelt es sich um Feststoff-Hydrogen (Wasserstoff-Kapseln) in einem weichen Kunststoffhülle. Kommt es mit Wasser zusammen, lässt es den Wasserstoff in eine Brennstoffzelle frei, um die eigentliche Elektrizität zu produzieren. Normalerweise wird hierfür Sauerstoff mit Wasserstoff zusammen gebracht, und Wasser entsteht als Abfallprodukt. Diese Technologie gilt als besonders umweltfreundlich. Eine 30-Cent-Kapsel soll zwei Stunden für "Saft" sorgen. Erste Prototypen versorgen vor allem Handys und Spielekonsolen, später sollen auch Geräte für die Aufladung stromhungriger Verbraucher wie Laptops folgen.

(via Yahoo, PC-Hardwarenews und Engadget)

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