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01.06.14

Monatsbilanz: Die 10 meistgeklickten Gadgets im Mai 2014

Foto: kallejipp / photocase.com

Die Mischung in unseren Top 10 könnte bunter kaum sein: Vom zweifelhaften Crowdfunding-Projekt bis hin zur Idee eines großen Dienstleisters ist so ziemlich alles dabei. Auf Platz 1 ist dabei nicht etwa ein großer Name wie das Microsoft Surface Pro 3 – das ist tatsächlich nur auf Platz 11 gelandet.

 

Wir haben schon immer viel und gern über Crowdfunding-Projekte berichtet, aber es ist deutlich zu spüren, wie dieser Bereich anzieht. Die Projekte könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. Manch einer ist eher im Bereich Phantasie einzuordnen und auch wenn große Visionen gerade im Tech-Bereich wünschenswert sind, hat man eben doch noch eine ganz andere Verantwortung, wenn man von hunderten oder tausenden von Menschen privates Geld einsammelt. Am anderen Ende der Skala finden sich große Firmen, die Kickstarter, Indiegogo und andere eher als neues Marketingwerkzeug für sich entdeckt haben. Für sie ist Crowdfunding nur eine Abwandlung der Vorbestell-Seite. Und in der Mitte finden wir die Goldnuggets: Engagierte Teams mit einer guten Idee und einem realistischen Plan. Sie bekommen mit Crowdfunding eine Chance, die es früher nicht gab.

Mich kann das sehr begeistern und mit Blick auf die Zahlen sehe ich, dass es vielen unserer Leserinnen und Leser ebenso geht. Ihr mögt natürlich, wenn wir Alltagselektronik vorstellen und testen. Aber ihr seid mindestens ebenso fasziniert von neuen Projekten wie wir. Hier die Top 10 nach Abrufen für den Mai 2014:

1. SadaBike

 

Mit großem Abstand hat es Gianluca Sadas futuristischer Klapprad-Prototyp auf Platz 1 geschafft. Kein Wunder, will der Italiener damit doch etwas bis Unmögliches schaffen: Ein Klapprad, das fahrbereit normalgroß ist, sich aber auf das Format eines Stockschirms zusammenfalten lässt. Dabei existiert seine Idee nicht etwa nur im Computer. In meinem Artikel zum SadaBike seht ihr ein Video mit dem Rad in Aktion. Dort gehe ich auch auf die Details ein, sowie die möglichen Vor- und Nachteile. Ob Gianluca Sada sein Rad jemals zu Ende entwickeln und auf den Markt bringen kann, ist dabei momentan noch offen. Er sucht nach Investoren – nicht via Crowdfunding, sondern ganz klassisch aus der Industrie.

2. Parrot Bebop

 

Multikopter-Drohnen sind ein boomendes Hobby und Hersteller Parrot könnte mit seinem neuesten Modell Bebop einen guten Riecher haben: Das Gerät vereint diverse Eigenschaften, die vor allem den Gelegenheits-Drohenflieger begeistern sollten. So ist Bebop leichtgewichtig und kompakt genug, um sie auf einem Ausflug dabei zu haben. Die Elektronik passt außerdem auf, dass man keinen allzu schädlichen Unsinn anstellt. Und dazu hat die Bebop eine HD-Kamera an Bord, die durchaus ordentliche Bilder liefern kann. Auch hier gibt es in unserem Artikel ein Video dazu. Mit der optionalen Fernbedienung „SkyController“ wird das Dröhnchen auch für Fortgeschrittene interessant, denn statt nur 300 m kann man sie dann 3 km weit fliegen lassen. Und nicht zuletzt kann man sich das Livevideo der Drohne auch an seine Oculus Rift oder verwandte Brillen schicken lassen.

3. DHL Paketkasten

 

Während es für Briefe den Briefkasten gibt, fehlt etwas Entsprechendes für Pakete – mit den bekannten Effekten. Da sind die Packstationen für viele schon eine Erleichterung, aber die gibt es auch nicht überall. Mit dem Paketkasten will Dienstleister DHL nun eine Art Mischung aus Briefkasten und Packstation schaffen. Interessant sind dazu auch die Kommentare unter Jürgens Beitrag. Da wird die generelle Sicherheit dieser Idee ebenso in Frage gestellt wie die Tatsache, dass dieser Paketkasten nur für DHL funktioniert – ein Rückschritt gegenüber dem Modell des Briefkastens.

4. Tubecore Duo

 

Der drahtlose Lautsprecher Tubecore Duo ist eine spannende Verknüpfung aus alt und neu: Das klassische Design und der oftmals als wärmer empfundene Klang eines Röhrenverstärkers sind hier kombiniert mit Bluetooth, Wi-Fi, HDMI und 2 USB-Anschlüssen sowie einem Ethernet-Anschluss. Nicht zuletzt findet sich im Innern ein Mini-PC vom Schlage eines Raspberry Pi oder Udoo. Dank dieses „Elektronenhirns“ sollen viele weitere Features möglich werden. Mehr Informationen sowie Fotos findet ihr in Franks Beitrag.

5. Juno Power JunoJumpr

 

An sich klingt der JunoJumpr Reserveakku nach einer sinnvollen Idee: Man soll mit ihm nicht nur Gadgets unterwegs wieder aufladen können, sondern sogar einem Auto mit schlapper Batterie wieder auf die Sprünge helfen. Aber kann das wirklich wie beworben funktionieren? In den Kommentaren zu Franks Artikel gibt es da jedenfalls gewisse Zweifel.

6. Qleek

 

Ebenso wie der Tubecore Duo ist auch das Crowdfunding-Projekt „Qleek“ aus Frankreich eine Verbindung als alt und neu. Hier dreht sich alles darum, dass unser Medienkonsum zunehmend virtuell wird und sich vor allem in der ominösen Clowd abspielt. Das hat zwar viele praktische Vorteile, aber manches ist auch schwieriger geworden: So gibt es auf Spotify Millionen von Songs, aber es gibt keine Entsprechung zum Mixtape. Netflix ist eine virtuelle Videothek, aber man kann seinen Lieblingsfilm nicht einfach mit zu Freunden nehmen. Und eine Fotoseite wie Flickr mag vielfach besser sein als der gute alte Schuhkarton, aber wie zeigt man denn seiner Familie am besten die Urlaubsfotos? Qleek will nun ein System sein, mit dem digitale Inhalte eine Entsprechnung in der physischen Welt bekommen. Die Idee ist interessant und das Design ist gelungen. Schaut es euch am besten hier an.

7. eCool

 

Wie hält man sein Bier ohne Strom und Kühlschrank kalt? Die Macher des „eCool“ haben eine bestechend simple Idee: Sie nutzen einfach den Fakt, dass der Erdboden auch in der Sommerhitze ganz wunderbar kühl sein kann. Man gräbt den eCool in den Boden ein, bestückt ihn mit Getränkedosen und kurbelt sie dann bei Bedarf wieder nach oben. Damit werden sie zwar nicht eiskalt, aber immerhin „kellerkalt“.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob es nicht noch umweltfreundlicher wäre, dasselbe Gerät einmal für Glasflaschen zu entwerfen...

8. Covr

 

Mit der Schutzhülle Covr für iPhone 5 und iPhone 5s soll man unbemerkt Fotos machen können. Der Trick: Man kann eine angewinkelte Linse vor das eingebaute Objektiv schieben. Dann muss das iPhone nicht mehr in Richtung des Fotomotivs halten. Wie Frank in seinem Artikel richtig anmerkt, ist die Idee allerdings nicht ganz neu.

9. GoKey

 

Der GoKey ist das Tool für den mobilen Gadgetfan von heute und dementsprechend überaus erfolgreich auf Indiegogo. Er ist so kompakt, das man ihn am Schlüsselbund immer bei sich tragen kann und ist zugleich ein Multitalent: Er ist (kleiner) Zusatzakku, Ladekabel, USB-Stick und Bluetooth-Locator in einem. Damit werden viele Anwendungsfälle anderer Helfer in einem Gadget vereint. Jetzt müssen die Macher es nur noch schaffen, den GoKey auch wie versprochen herstellen zu können... Mehr dazu in meinem Post.

10. Vidameter

 

Und zu guter Letzt ein Crowdfunding-Projekt, das zumindest nach meiner Meinung eher in den Bereich der Phantasie fällt: Vidameter. Die Idee des universellen und elegant designten Fitnessarmbands ist zwar gut. Allein es fehlt mir der Glaube, dass es sich in dieser Form überhaupt umsetzen lässt. Da bräuchte es zumindest ein Team aus brillianten Software-, Hardware- und Produktdesign-Spezialisten. Im Nachgang zu meinem Beitrag hatte ich einen langen Mailaustausch mit den Machern. Aber so sehr ich mich auch für Gründer und Startups begeistern kann: Ich bleibe bei diesem Projekt extrem skeptisch. Warum, habe ich hier ausführlich aufgeschrieben.

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