26.08.10

TomTom Start 2 im Test: Mehr Navi braucht kein Mensch

TomTom Start 2 (Bilder: Th. Jungbluth)

TomTom bietet für kleines Geld das Einsteiger-Navi Start 2 an, und bei Saturn konnte man es zuletzt für noch kleineres Geld kaufen - ein Grund, uns das Gerät einmal genauer anzusehen.

 

Ein Navi für unter hundert Euro, das war vor Jahren noch unwahrscheinlich. Erste Geräte, die diese Grenze unterschritten, ließen doch deutlich zu wünschen übrig. Jetzt bietet auch TomTom seit einiger Zeit ein Modell für diese Zielgruppe mit der Bezeichnung Start 2, das sich der "Hunni"-Schwelle deutlich nähert. Saturn (Köln, Hansaring) hatte letztes Wochenende diese Geräte für unter 80 Euro im Wühlkorb. Das kratzt sogar an der Grenze für die iPhone-App (die 69,99 Euro kostet und keine Verkehrsfunkunterstützung bietet). Das Start ist ein 3,5-Zoll-Navi, das nur die Grundfunktionen bietet - davon aber reichlich.

So erbte das kleinste aus der Familie mit dem Doppelnamen von seinen größeren Geschwistern die drei Funktionen IQ Routes (intelligente Routenführung), Fahrspurassistent sowie gesprochene Sprachennamen. Das konnte bis vor kurzem noch nicht mal dreifach so teures Equipment.

Worauf muss man verzichten? Es dirigiert einen nur durch Zentraleuropa - und da sind Spanien, Griechenland und die nordischen Länder oberhalb Dänemark ausgenommen. Aber Polen und Tschechei sind dabei. Eine Erweiterung ist auch schlecht möglich, weil das Gerät keinen SD-Steckplatz besitzt.

Statt TMC pro gibt es nur das einfache TMC - für meine Begriffe völlig ausreichend. Das Navi muss dafür dauernd an der Zigarettenanzünder-Bordsteckdose klemmen - das überlange Kabel baumelt dabei durch den Fahrzeugvorderraum.

Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt, der Befestigung. Die ist mit zwei Clips oben und unten gegenüber der ringförmigen Halterung der XL und anderen Navis zwischen 100 und 200 Euro besser, denn das Gerät lässt sich eindeutig einstecken und herausnehmen und fliegt einem nicht mehr so leicht entgegen. Dass das Navi sich nicht per Sprachbefehl einstellen lässt - geschenkt. Allerdings fordert der kleine Bildschirm zur Texteingabe spitze Finger.

Im täglichen Fahrbetrieb findet das Start schnell seine Satelliten und dirigiert einen sicher zum Ziel. Sehr schön finde ich den Fahrspurassistent. Gegenüber früher ist das System auskunftsfreudiger und sagt einem auch den Straßennamen - wenn man ihn versteht und wenn man die jeweilige Computerstimme aktiviert. Der natürliche Sprecher klingt deutlicher, sagt aber nur rechts, links und Meterzahl.

Als Lautsprecher ist nur ein Piezo-Klangwandler unter der Befestigungsplatte, und auch deswegen klingen die Computeranweisungen manchmal zu undeutlich (die Männer- konnte ich besser verstehen als die Frauenstimmen).

Fazit: Wer mit dem kleinen Display auskommt, für den ist das TomTom Start ein vollkommen ausreichendes Gerät. Sollen mehr Länder oder ein größerer Bildschirm her, kostet ein solches Gerät dann auch deutlich mehr. Mehr Navi braucht wirklich kein Mensch - weniger sollte es denn aber auch nicht sein.

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