04.07.14

Tody Konzeptstudie: Sauberkeitsroboter saugt, wischt und putzt die Fenster

Das wär's: Tody saugt, wischt und klettert auch Wände und Möbelstücke hinauf. Fotos: Rana Alper, Electrolux

Klingt zu schön um wahr zu sein und ist es auch: Tody ist leider nur die Konzeptstudie eines seesternförmigen Putzroboters, der den Fußboden wischen, die Couch absaugen und die Fenster putzen kann. Wir haben erhebliche Zweifel, dass wir etwas derartiges in Bälde in der Praxis sehen werden, aber wir wollen gerne einmal davon träumen.

 

Saugroboter haben sich erstaunlich schnell in vielen reichen Haushalten etabliert. Dabei werden die Roboter selten mit echten Schikanen wie der Ecke hinter der Tür oder Wollmäusen zwischen dem Kabelsalat fertig. Und Wischen, selbständig auf die Couch klettern und da weitersaugen oder auch nur die Fenster putzen, können sie natürlich auch nicht.

Tody soll das alles können. Haushaltsgerätehersteller Electrolux hat die Designstudie der Studentin Rana Alper deswegen in das eigene Designlab mit aufgenommen. Der größte Traum der 21-Jährigen ist nach eigener Aussage, dass eins ihrer Designs eines Tages Wirklichkeit wird. Beim Tody dürfte das allerdings schwierig werden.

 

Das Prinzip zumindest klingt gut: Tody ist etwa so hoch wie ein Handball. Seine vier flexiblen Arme erlauben es ihm, auch in den Ecken zu putzen. Jeder Arm soll über 22 Dampf- und 29 Saugdüsen verfügen. Tody kann selbständig auf Möbelstücke wie Sofas klettern und da weitersaugen. Er soll auch Fenster und Wände hinaufklettern können und leicht genug sein, dass er gar Gardinen hinaufkraxelt und diese dampfreinigt. Am Ende ist idealerweise das ganze Wohnzimmer sauber, ohne dass der Besitzer einen Finger gerührt hätte. Klingt verführerisch. Aber ist das auch realistisch?

Es ginge auch eine Nummer kleiner

Die Umsetzung würde zumindest nicht ganz leicht werden und nur mit vielen Nachteilen erkauft sein. Insgesamt 88 Dampf- und 116 Saugdüsen würden so einiges an Energie verbrauchen. Das Gerät soll natürlich auch noch das Wasser verdampfen. Also dürfte eine Akkuladung nicht gerade lange halten. Das Wasser des Tanks müsste bei der kompakten Bauweise häufig ausgetauscht werden, ein Staubbeutel wäre schnell voll. Und dann wäre da noch die Frage, mit welcher Technik genau Tody eigentlich Wände und Sofas hinaufklettern soll und wie er erkennt, was er da gerade putzt.

 

Es gibt noch zu viele Fragezeichen hinter dem Projekt, so dass auch Electrolux der Studentin riet, die Machbarkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Aber man wird ja wohl nochmal träumen dürfen! Und wer weiß: Vielleicht wäre Electrolux auch erst einmal mit einer Nummer kleiner zufrieden. Das Ding muss ja nicht gleich die Wände hochlaufen. Aber eine Kombination aus Staubsaugerroboter und Dampfreiniger, die vielleicht sogar in Ecken putzen kann und selbst vor Kabelsalat nicht zurückscheut: das wäre schon einmal ein sehr guter Anfang.

Weitere Infos gibt es auf der Tody . Gefunden haben wir den Beitrag bei den Kollegen von Basic Thinking.

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