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10.04.11

Tobii PCEye: Dein Blick ist die Maus

Tobii PCEye wandelt Blicke des Anwenders in Mausbefehle um.

Tobii aus Schweden hat ihr Augen-Maussteuerungssystem für den Massenmarkt freigegeben. Das Produkt ist indes kein billiges Spielzeug.

Das Eye-Tracking-System von Tobii ist bereits an der Cebit vorgestellt worden, und Thomas hat darüber berichtet. Einen Monat später künden die Schweden an, dass das Blickverfolgungs-Maussystem als Massenprodukt verfügbar ist.

Das System wird einfach den Monitor des PC geschraubt und verfolgt dann die Blicke des Anwenders:

Es soll weder mit Brillen noch Kontaktlinsen oder sonstigen Sehhilfen Probleme haben und für 95% der Anwender einsetzbar sein.

 

Mit den Sensoren, welche den Blickpunkt des Benutzers in einer Distanz zwischen 50 und 80 Zentimetern erfassen können, soll sich die Maus komplett ersetzen lassen; Tobii PCEye funktioniert derzeit mit jedem Windows-rechner mit mindestens einer Gigahertz-Taktfrequenz und DualCore-Prozessor.

Es wird via USB eingesteckt und soll den PC - obige Listungsminima vorausgesetzt - nicht bremsen. Das Standalone-System muss nach Inbetriebnahme kurz kalibriert werden, was wenige Sekunden in Anspruch nehme.

Danach geniessen auch Personen mit motorischen Behinderungen vollen Zugriff auf den Windows-PC, sagt Tobii.

Der Preis für das Basis-System wird auf der Tobii-website zwar nicht angegeben, aber das Gadgetblog gizmag hat nachgefragt und zur Auskunft einen Richtpreis um die 7000 Dollar oder rund 5000 Euro genannt erhalten.

Damit ist klar, dass das Gerät kein USB-Gizmo, sondern eine ernstzunehmende Maschine ist (oder sein muss). Und Tobii hat auch schon die Praktiken amerikanischer Rollstuhl-Hersteller kopiert und bietet potentiellen Kunden Hilfe bei der Suche nach Subventionierungen durch Krankenversicherungen und andere Institutionen.

Die Website von Tobii

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