07.08.14

The Hug: Endlich genug Wasser trinken

Wie wär's mit einem Schluck aus der Pulle? „The Hug“ animiert zum Trinken.

Ein Team aus Finnland will dafür sorgen, dass wir endlich genug Wasser trinken. Und da wir hier auf neuerdings.com darüber berichten, könnt ihr dreimal raten, wie sie das erreichen wollen. Richtig: mit einem Sensor und einer App.

 

Wer genug Wasser trinkt, ist fitter und bleibt fitter – so könnte man grob gesprochen die Argumentationslinie zusammenfassen, um die es beim Kickstarter-Projekt „The Hug“ geht. Eigentlich doch ganz einfach, oder? Aber wir überforderten Erste-Welt-Menschen vergessen das schon mal schnell, während wir all diese vielen wichtigen Dinge tun, die wir so tagein tagaus tun. Anstatt uns nun darauf zu trainieren, ausreichend Wasser zu trinken, sollen wir also für ein Gadget inklusive App Geld ausgeben...

Die Idee ist nicht ganz neu. Jürgen hatte euch den „H2O-Pal“ vorgestellt. Das sollte eine Trinkflasche mit eingebautem Sensor werden, die den Wasserkonsum misst und an eine iPhone-App meldet. Zwei Tage nach Jürgens Artikel gaben die Macher ihr Vorhaben auf. Ich gehe übrigens von einem Zufall aus ;)

Das „The Hug“-Team aus Finnland geht das Thema etwas anders an: Ihren Sensor befestigt man an einer Trinkflasche der eigenen Wahl. Das folgende Video stellt euch das Projekt und die Macher dahinter vor:

Im Grunde sieht „The Hug“ wie ein Fitnesstracker für Wasserflaschen aus – und im Prinzip ist es das auch. Man kann das Band an Flaschen mit etwa 55 bis 80 mm Durchmesser sowie zwischen 400 und 750 ml Füllmenge befestigen. Das Material spielt dabei keine Rolle. Dank des integrierten Beschleunigungssensors soll „The Hug“ indirekt messen können, sobald man etwas trinkt und auch wie viel. Der oben genannte H2O-Pal wollte die Trinkmenge hingegen über das Gewicht des Flascheninhalts bestimmen – was wahrscheinlich genauer ist, aber offenbar nicht so einfach umzusetzen. Die „The Hug“-Macher jedenfalls versprechen, dass ihr Sensor und die App aus dem Trinkverhalten des Nutzers lernen und die Schätzungen so mit der Zeit besser werden.

Die App soll dabei nicht nur die Daten erfassen und visualisieren, sondern auch konkrete Tipps parat haben. So gibt man als Nutzer Daten wie Alter und Gewicht an, woraus der grundlegende Flüssigkeitsbedarf berechnet werden soll. Zudem soll die App auch den aktuellen Standort und die Temperatur mit einbeziehen: Ist es wärmer, muss man schließlich mehr trinken. Eine gute Idee ist, dass „The Hug“ außerdem Daten von FitBit oder RunKeeper einbeziehen kann. Sprich: Der Trinksensor weiß, wann sich der Nutzer sportlich verausgabt hat.

Trinkt man zu wenig, bekommt man eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und im Sensorband selbst leuchtet außerdem eine LED auf.

Preis und Verfügbarkeit

Eine schlechte Nachricht für dehydrierte Android-Nutzer: „The Hug“ gibt es zunächst nur für iOS. Der Grund ist bekannt: Der Sensor funkt zum Smartphone über das stromsparende Bluetooth LE und diesen Trend hat Google sehr lange verschlafen. Bei Apple unterstützt es hingegen sogar das inzwischen drei Jahre alte iPhone 4S.

Wie schon beim H2O-Pal will die kleine Gesundheitshilfe einen ordentlichen Schluck aus dem eigenen Portmonee: Umgerechnet gut 61 Euro soll man via Kickstarter vorschießen, um einen „The Hug“ inklusive Versand zu bekommen. Im März 2015 wollen die Macher liefern können, sofern sie die erhofften 34.000 US-Dollar bis 5. September auf Kickstarter zusammenbekommen.

Weitere Informationen zur Technik und zum Team gibt es auf der Kickstarter-Projektseite. Gefunden haben wir „The Hug“ bei TechCrunch.

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