28.07.14

The Fantastic Lamp: Eine gute Idee, die das lästige Stromstecker-Problem löst

Die erste Konzeptzeichnung von „The Fantastic Lamp“ (Bild: Connor)

Ist das nur ein Scherz? Oder ein ernst gemeintes Projekt? Das wird bei „The Fantastic Lamp“ nicht ganz klar. Aber der Lösungsansatz eines altbekannten Problems („Wo ist hier die nächste Steckdose?“) kann gefallen.

 

Man sitzt gemütlich auf der Couch, surft auf seinem Tablet, telefoniert mit seinem Handy oder erstellt auf seinem Notebook eine wichtige Präsentation – und plötzlich ist der Akku leer. Wo ist jetzt die nächste Steckdose? Was, am anderen Ende des Zimmers? Muss ich jetzt wirklich aufstehen? Och nö!

Diese ernüchternde Situation kennt jeder. Und der Erfinder der „Fantastic Lamp“ will sie lösen. Wie? Ganz einfach: Indem er eine Stehlampe erfand, in der mehrere Steckdosen integriert sind.

Ernst gemeint oder nicht?

Zuerst dachte ich mir: „So ein Blödsinn“, als ich das Projekt auf Kickstarter fand. Besonders als ich die echt üblen Bilder des zusammengeschusterten Prototypen sah. Und das Video dazu ist auch nicht viel besser:

Doch nachdem ich mich mehr damit beschäftigt habe, denke ich zunehmend, dass das Projekt eine klasse Idee ist. Ja, wirklich! Denn das Problem mit dem fehlenden Strom, wenn man auf der Couch sitzt bzw. liegt, ist alltäglich. Und in den meisten Haushalten befindet sich neben dem gemütlichen Mobiliar eine Stehlampe. „The Fantastic Lamp“ löst somit ein Problem auf eine wirklich simple Art und Weise.

„Die Idee klingt so einfach – die kann doch nicht neu sein“, dachte ich mir als nächstes. Es gibt doch bestimmt schon dutzende Lampen-Modelle mit zusätzlichem Stromanschluss. Oder? Nein. Das ergab zumindest meine Recherche. Unglaublich!

Mein Interesse war geweckt. Zumal neben den grottigen Prototypen-Bildern auch noch eine einigermaßen hinnehmbare Skizze des fertigen Modells auf der Kickstarter-Webseite gezeigt wird. Und die Erläuterung, dass die „fantastische Lampe“ neben Strom- auch einen USB-Anschlüsse bieten soll, verringerte zusätzlich meine erste Skepis.

Ganz überzeugt bin ich aber noch nicht. Und wohl nicht nur ich. Denn bislang wurde exakt 1 US-Dollar gespendet. Ob das daran liegt, dass die Kampagne ganz frisch gestartet ist? Daran, dass das Video und die Bilder ziemlich unprofessionell ausfallen? Kann der Tüftler sein Konzept nicht schlüssig vermitteln? Liegt es am Humor? Dass einige wichtige Informationen fehlen, zum Beispiel wie und wann das Projekt umgesetzt werden soll? Oder hat niemand das beschriebene Problem bzw. will es gar nicht gelöst haben? Die Gründe können vielschichtig sein – wahrscheinlich ist es am Ende eine Mischung aus allen Aspekten. Schließlich hat man schon viele Projekte scheitern sehen, die zwar gute Ideen hatten, aber bei denen es am Ende bei der Umsetzung mangelte.

Wer trotzdem „The Fantastic Lamp“ unterstützen will, kann auf der entsprechenden Kickstarter-Seite sein Geld dafür geben. Für umgerechnet 223 Euro Vorschuss soll man das fertige Modell erhalten. Geliefert wird allerdings nur innerhalb der USA.

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