Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

30.10.10

Thalia Oyo im Test: 6-Zoll-Reader für wenig Geld

Thalia Oyo

Der Ebook-Reader Oyo von Thalia ist für den verhältnismässig kleinen Preis ganz brauchbar.

Alles wird digital, auch die Bücher. Und so machte Amazon mit dem Kindle vor, wie man Bücher schnell und leicht ohne PC lädt. Die Kette Barnes&Noble folgte mit dem Nook, und nun zieht Thalia mit dem Oyo gleich auf. Auch er soll die Kunden in den Bann der elektronischen Bücher ziehen, ohne dabei auf den eigenen Online-Shop beschränkt zu sein.

Im realen Thalia-Laden um die Ecke sticht sofort der Preis ins Auge: 139 Euro. Das ist eine Kampfansage an die Konkurrenz, die sich Thalia in Kooperation mit Medion, dessen Logo auf der Rückseite prangt, ermöglicht.Die Bedienung findet hauptsächlich über den kapazitiven Touchscreen statt. Der stammt von der Firma SiPix, der zweiten im Bunde neben E-Ink; er misst 6 Zoll, bietet eine Auflösung von 800*600 Pixeln bei 16 Graustufen und stellt die schwarze Schrift auf grauem Untergrund kontraststark dar. Zwar würde ein direkter Vergleich mit dem gleichgroßen Sony PRS-650 (nutzt E-Ink) den Oyo blass aussehen lassen, doch zum Lesen auch unter schlechten Lichtverhältnissen reicht es vollkommen aus.

Bei der Bedienung setzt Thalia verstärkt auf das On-Screen-Menü, weshalb den Oyo nur vier Tasten zieren: On/Off, Menü und Vor-/ Zurückblättern. Das erweist sich jedoch als folgenschwerer Fehler, denn erstens verweigert der Touchscreen ab und an die Eingabe, und zweitens reagiert das Gerät sehr träge.

So passierte es mir hin und wieder, dass ich entweder völlig unnötig auf eine Reaktion wartete oder durch mein nervöses Doppeltippen gleich das Menü danach bestätigte. Ähnlich behäbiges Verhalten legt der Oyo auch beim Seitenwechsel an den Tag: zwischen 2-4 Sekunden benötigt der Seitenaufbau - das Umschlagen einer Buchseite würde aber auch nicht mehr erfordern. Und im Gegensatz zu einem Papierbuch kann man auf dem Oyo sechs verschiedene Schriftgrößen und fünf verschiedene Schriftarten auswählen.

Die 2GB Speicher reichen aus, um eine ordentliche Buchsammlung mit auf Reisen zu nehmen. Dabei werden die häufigsten Formate unterstützt: TXT, ePub, PDF und HTML. Um auch für Audiobooks oder MP3s platzmäßig gerüstet zu sein, kann man den Speicher per microSD auf bis zu 32GB aufrüsten. Die Bücher transferiert man entweder per PC-/ MAC-Anschluss oder über das integrierte WLAN. Dieses ermöglicht auch das Surfen auf Internetseiten, mit dem verzögerten Seitenaufbau aber eher eine Notlösung.

Im Großen und Ganzen schlägt sich der Oyo ganz gut, vor allem beim Preis. Hat man sich erst mal durchs flache Menü getippt, blättert man zielsicher mit den Hardwaretasten durch die Seiten. Bei einer Akkuladung für bis zu 8'000 Seiten und einem mitgelieferten Ladegerät bleiben wenig Wünsche offen.

Bestellbar bei Thalia.

Schlagworte zu diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer