24.10.13

Test Teufel PC Bamster: Stereo-Soundbar im Miniatur-Format

Teufel PC Bamster

Teufel präsentiert mit dem PC Bamster eine Stereo-Soundbar im Miniatur-Format. Damit eignet sie sich vor allem als Soundsystem für den Schreibtisch. Ob Teufel mit dem PC Bamster den eigenen Ansprüchen gerecht wird, zeigt dieser Test.

Teufel PC Bamster

Der PC Bamster ist eine Stereo-Soundbar im massivem Aluminium-Gehäuse und lässt sich per USB mit Windows- und Apple-Rechnern verbinden. Unser Test soll zeigen, ob Teufel dem PC Bamster mit dem progressiven "Double Bass"-System und den Aluminium-Bass-Treiber nicht etwas zuviel zumutet. Kann das reduzierte Design auch bei der Bedienung überzeugen und eignet sich diese kleine Stereo-Soundbar wirklich für den freien Raum unter dem PC-Monitor?

Die Fakten

Teufels Mini-Soundbar namens "PC Bamster" erreichte unsere Redaktion in einer sehr minimalistisch gehaltenen Verpackung. In dickem Mossgummi gut geschützt verpackt, fand sich darin eine durchaus massiv gearbeitete Soundbar. Trotz des vermeintlich geringen Gewichts von nicht ganz 600 g, erweckt sie den Eindruck als könne man damit bedenkenlos einen Nagel in die Wand schlagen. Damit schürt Teufels Soundbar im Kleinst-Format die Erwartung auf einen verzerrungsfreien Sound - und enttäuscht diesbezüglich auch nicht. Aber dazu später mehr.

Das einzige Bedienungselement der Soundbar prangt dominant auf der Oberseite und fordert einen geradezu auf, es zu drücken: ein Drück-Dreh-Regler. Er ist dezent hinterleuchtet von einer weißen LED, reagiert prompt und rastet in angenehm soft zu spürenden Stufen ein. Leider sind die Rasten der Lautstärkeregelung etwas zu grob geraten und man wünscht sich die Möglichkeit, die Lautstärke etwas feiner regulieren zu können.

Ein Druck auf den Button schaltet die Soundbar stumm, ein erneuter Druck lässt sie weiter ihr musikalisches Tagewerk verrichten und wer etwas länger drückt schaltet den Bamster ganz aus - was der Web-Player von Spotify während der Tests prompt mit einer Fehlermeldung quitierte.

Die Kritik

Nachdem man den PC Bamster einmal ausgeschaltet hatte, erforderte es im Test gelegentlich etwas Herumprobieren, um der Teufel-Soundbar wieder ein Ton zu entlocken. Es scheint als könne etwas Feinarbeit an der Treiberausstattung nicht schaden. Vielleicht ließe sich damit auch das eigentümliche Verhalten der Lautstärkeregelung verbessern. So scheint es, als merke sich der Bamster die eingestellte Lautstärke nicht immer: Schaltet man ihn aus und wieder ein, sollte man ein gesundes Nervenkostüm mitbringen. Erschrecken beim ersten Ton nach dem Booten ist vorprogrammiert, denn mitunter lernt man erst dadurch kennen, welches Potential in dem kleinen Power-Riegel steckt: Die Lautstärke, mit der einem die zuletzt gespielte Spotify-Playlist um die Ohren gehauen wird, ist in der Tat überraschend.

Der Klang

Wenig überraschend ist hingegen die Tonqualität: Sie ist auf gewohnt hohem Teufel-Niveau. Das verbaute Paar Tieftöner und die beiden Breitbandlautsprecher sorgen mit ihrem Zwei-Wege-Verbund und dem "Double Bass"-System in geschlossener Bauweise für einen beeindruckend fülligen Klang. Auf dem Papier werden dem PC Bamster zwar "nur" die tiefen Frequenzen oberhalb von 90 Hz zugestanden, was einem aber letztendlich aus dem kleinvolumigen Aluminium-Gehäuse entgegengeworfen wird, ist durchaus beachtlich. Wie eingangs erwähnt, scheint die massive Hülle des Bamsters einen nicht zu verachtenden Einfluss auf die Pegelfestigkeit zu haben: Bis fast ans Ende des Regelbereiches werden alle Frequenzen in klare Höhen und feste Bässe aufgelöst. Akustisch setzt sich der Bamster somit besser in Szene als so manches 2.1-System auf den Schreibtischen meiner Kollegen.

Das Fazit

Teufel hat mit dem PC Bamster ein interessantes Produkt vorgestellt. Für knappe 100 Euro bekommt man eine Soundbar die gut aussieht, einfach zu bedienen ist und Teufel-typisch mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität glänzt. Da vor allem aber auch der Klang überzeugt, ist das Geld gut angelegt. Der PC Bamster ist im Teufel Web-Shop oder bei Amazon erhältlich.

PlusMinus
Massives, gut verarbeitetes Gehäuse Treiber-Schwächen
Unempfindliches Material Grob gerasterter Pegelregler
Einfache Bedienung Kein Display
Toller Klang


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