Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

22.08.08

Test Olympus LS-10: Micky Maus mit großen Ohren

Olympus LS-10 - Dank der Ohren gute Aufnahmen

Olympus ist eigentlich Spezialist für Kameras und Diktiergeräte. Der LS-10 ist aber ein High-End-Aufnahmegerät - doch klein wie ein Diktiergerät. Wie schlägt er sich in der Praxis?

An Anschlüssen ist neben einem Mikrofon-auch ein Line-Eingang vorgesehen. Man kann also auch eine Anlage oder ein Kassettendeck anschließen, um mit dem Olympus LS-10 alte Aufnahmen zu digitalisieren, ohne dabei einen Computer zu belegen. Bsonders praktisch, wenn die betreffende Aufnahme bei jemand anders ist: Man muß dann nur das kleine Gerät mitnehmen statt eines Notebooks.

Auf den PC überspielen kann man die Aufnahmen dann entweder mit einem USB-Kabel oder - bei Verwendung einer SD(HC)-Karte - mit einem Kartenleser. Letzteres ist praktisch, wenn man das Gerät sofort für den nächsten Aufnahmeeinsatz benötigt, eben beispielsweise beim Digitalisieren alter Aufnahmen.

In der Praxis funktionierte alles wie beschrieben, nur der Start einer Aufnahme klappt zunächst nicht immer, wie erwartet - man muß die Aufnahmetaste zweimal drücken oder die Play-Taste anschließend (nicht gleichzeitig wie beim Kassettenrekorder) - ansonsten geht das Gerät nur in Aufnahmebereitschaft, analog zur gedrückten "Pause"-Taste am Kassettenrekorder.

Kein Strommangel

Eine Aufnahme kann maximal 2 GB groß werden, auch in niedriger Datenrate und mit großen SDHC-Speicherkarten. Da das Gerät mit zwei einfachen Mignonzellen (auch Akkus) läuft, muß man auch nicht wie bei anderen Geräten mit fest eingebautem Akku befürchten, bei einer Aufnahme plötzlich ohne Strom dazustehen: Einen Satz Reservebatterien kann man immer dabeihaben. Angenehm: Im Normalfall schließt das Gerät eine Aufnahme noch rechtzeitig ab, wenn die Batterien schwach werden. Man verliert also nicht automatisch die letzte Aufnahme, wie bei vielen MP3-rekordern.

Einziger Haken: Der empfohlene Verkaufspreis, der anfangs mit knapp 400 Euro angekündit worden war, liegt inzwischen bei knapp 450 Euro. Doch wer gerne Audioaufnahmen macht, ist mit dem Gerät gut bedient und bekommt die Qualität eines Studiotondbandgeräts samt Mikrofon zu den Ausmaßen eines Diktiergeräts.

(Bilder: W.D.Roth)

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer