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25.11.14

Test Nokia 130: Das letzte seiner Art

iPhone 6

Jemand möchte ein Handy haben und benutzen, aber kein Smartphone. Das gibt es öfter als man glauben mag, und ebenso mag man nicht glauben, dass ausgerechnet Microsoft für diese Klientel das Nokia 130 auf den Markt bringt. Wir haben jemand begleitet und berichten über die Erfahrungen außerhalb der Welt der Apps. Fast jedenfalls, denn ein paar kleine Progrämmchen sind selbst auf diesem Gerät zu finden.

iPhone 6

Wer der Traditionsmarke Nokia anhängt und dieser Tage ein Handy mit diesem Aufdruck im Geschäft sieht, sollte zugreifen, denn lange wird es sie nicht mehr geben. Der neue Eigner Microsoft lässt nach und nach die Erinnerungen an die Traditionsmarke verschwinden, und das dürfte über kurz oder lang auch die Geräte treffen, die man klassischerweise mit "Nokia" verbindet: Solide, einfache, preiswerte, wenn auch nicht zu billige Handys. Das Nokia 130 ist ein solches. Für nur knapp 30 Euro bekommt man es im Handel, und es kann dafür eine ganze Menge.

Knallbunt

Rein äußerlich ähnelt das 130 schon den Smartphones der Lumia-Reihe: knallbuntes Gehäuse (wahlweise auch schneeweiß oder rabenschwarz), dunkles Glas, dazu schwarze Knöpfe. Da die Glasfläche sich nur auf das Display beschränkt, kann es durchaus den einen oder anderen Fall vertragen, wie der Eigentümer des Handys feststellen musste, wenn es ihm aus der Hosentasche rutschte (Stichwort Hose: Knickfest ist es natürlich auch).

Gewählt wird über Tasten, die einen fühlbaren Druckpunkt haben und das Handy sicher bedienen lassen. Allein die mittlere Multifunktionstaste ist sich nicht immer sicher, ob man sie nun oben, unten, seitlich oder mittig drückte - gewöhnungsbedürftig.

Vielseitige Ausstattung

Für ein herkömmliches Handy ist das Nokia geradezu fürstlich ausgestattet: man kann zwei SIM-Karten hineinstecken plus eine Micro-SD-Card. An der Oberseite lässt sich via 3,5-Klinkenbuchse ein Kopfhörer oder Headset anschließen - das wird allerdings nicht mitgeliefert. Doch sie erlaubt über entsprechendes Zubehör, auch dieses kleinste aller Nokia-Handys im Auto zu benutzen.

Möchte man auch freihändig telefonieren, braucht es ein Freisprech-Set, denn wenn man nur das Handy per Klinkenkabel an den Eingang des Autoradios anschließt, kann man zwar hören, aber das Mikrofon im Handy ist stumm gestellt.

Hören und Sehen

Stichwort Hören: im Nokia 130 ist ein Mediaplayer für Audio- und Videodateien enthalten. Der Audioplayer beschränkt sich auf die rudimentären Funktionen, plärrt den Inhalt jedoch auch über das eingebaute Lautsprecherchen auf der Rückseite, wenn man keinen Kopfhörer angeschlossen hatte. Er möchte MP3-Audio, mit anderen Formaten wie z. B. dem Apple-eigenen M4A kann er nichts anfangen.

Die Video-Dateien werden abgespielt, wenn sie im MP4-Format oder AVI geliefert werden. Beide sind vorher auf die Micro-SD-Karte zu spielen, die man dann in den entsprechenden Leseschlitz fummelt, der an der Rückseite zu finden ist.

Gucken und staunen

Zu einem Thema wurde noch nichts gesagt: Zur Kamera. Das liegt daran, dass in dem Handy gar keine eingebaut ist. Somit kann man es unter Umständen in Bereichen benutzen, wo das normalerweise aus Sicherheitsgründen (man könnte ja Fotos machen - Industriespionage!) verboten ist.

Für jemand, der nur ein Handy sucht, mit dem man telefonieren kann, ist das Nokia die richtige Wahl. Der Mediaplayer ist eine nette Zugabe, kann aber nicht wirklich überzeugen. Immerhin kann man schon das kleinste aller Nokias via Bluetooth an eine Freisprecheinrichtung koppeln - das geht mit anderen Einstiegshandys selten.

Das Microsoft Nokia 130 ist in den üblichen Fachmärkten und Onlineshops wie Amazon für ca. 30 Euro zu haben.

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