13.03.08

Test: Logitech V150 Mouse Kurz angebunden

Logitech Laser Mouse 150

Wie gut ist eine Lasermaus im Vergleich zur optischen Maus? Bringt sie einer Grafikerin Vorteile, die keine Funkmaus will? Ein Praxistest der Logitech V150 Laser Mouse for Notebooks fiel etwas, nunja, kürzer aus, als erwartet.


Logitech V150 Laser Mouse for Notebooks: Präzision in dezentem Styling? (Bild: Logitech)

Die Anschaffung einer Logitech VX Revolution Cordless Laser Mouse stellte sich als voller Erfolg heraus: Sowohl Tester als auch Kommentatoren waren sich einig - Praktisch, elegant, exakt, handschonend. "Mit Logitech kann man nichts falsch machen!". Solange man die Logitech-Treiber nicht benutzt.

 

Die Grafikkollegin wollte nun natürlich auch so eine Maus, ihre Microsoft-Kugelmaus hatte schwergängige Tasten und die Microsoft-Optical-Mouse ein über die Jahre vermaustes Kabel, das ständige Aussetzer produzierte, was wiederum den PC verstimmte.

Doch trotz des Kabelproblems wollte die Kollegin keine schnurlose Maus: a) würde sie die unter den Papierstapeln am Schreibtisch nie wiederfinden, b) das Akkuladen vergessen und dann mit leerer Maus dastehen.

Ein Besuch beim lokalen "PC-Spezialist" ergab, daß Mäuse mit Schwanz mittlerweile zumindest unter den etwas luxuriöseren Lasermäusen eine aussterbende Spezies darstellen: Nur noch Gamer, bei denen eventuelle Millisekunden Verzögerung massive Todesfälle unter den Spielfiguren provozieren könnten, wollen Mäuse mit Kabel.


Sehr kurz angebunden: Logitech V150 Laser Mouse for Notebooks (Bild: W.D.Roth)

Schließlich fand sich für 30 Euro die Logitec V150 Laser Mouse for Notebooks. Mit Handbuch - und Kabel. Für Notebooks, also etwas kleiner, das macht ja nichts - Frauenhände empfinden die normalen Luxusmäuse mit 15 Zusatzknöpfchen und einer Bauform für Riesenpfoten von Bauarbeiter bis Gorilla sowieso als zu groß.

Was weder Logitech noch Händler verrieten: Logitech hatte an dieser Maus gespart. Und zwar am Kabel. Das ist gerade noch 60 cm lang! Die Dame hätte fortan also zum Arbeiten unter den Schreibtisch kriechen müssen. Und das hätte die Berufsgenossenschaft nie mitgemacht.

Zwar hat sich Logitech hier durchaus etwas gedacht, nämlich daß eine Maus für Notebooks keine 3 m Kabel mit sich schleppen sollte, weil das auf Reisen sowieso nur im Weg ist und sich im Flieger garantiert im Sicherheitsgurt der Nachbarin verheddert. Aber 60 cm sind dann doch zu wenig - meine Notebook-Maus liegt schon 60 cm vom Notebook entfernt.

Eine Verlängerung ist nicht sinnvoll, da die Verlängerungskabel stets relativ dick sind, um auch für USB-Geräte hoher Datenrate geeignet zu sein. Nach 60 cm Mauskabel ein dickes Steckerpaar und ein zweites Kabel mitten auf dem Schreibtisch? Nein danke!

Geeignet wäre vielleicht die MX(TM)400 Performance Laser Mouse. Doch die hat nicht nur einen komplizierten Namen - die Buchstabenkombination "MX" ist in den USA von Logitech markengeschützt, weshalb man dort bei jeder Erwähnung der Maus noch ein "TM" für Trademark anhängen muß und die Maus folglich von einer MX400 zu einer MXTM400 mutiert (und was, wenn nun MXTM als Marke angemeldet wird?). Sie war auch nicht vorrätig.

Am Ende wurde es dann keine niedliche Maus mehr, sondern eine ausgewachsene Ratte: Die Logitech G5. Doppelt so teuer, wie geplant, aber nicht nur für Gamer geeignet, für die sie beworben wird, sondern mit der hohen Auflösung, den Teflonfüßen und den einlegbaren Gewichten auch für Grafiker sehr angenehm.

Doch hätte Logitech die ganze Sache viel einfacher machen können, wenn sie Dinge, die die Verpackung nicht verrät, wie die Sache mit den kurzen Strippen an Notebookmäusen, nicht verheimlichen würden. So etwas wie "Kurzes Kabel - nur 60 cm - spart Platz im Reisegepäck!" würde die Sache klären und sogar noch als Vorteil verkaufen.

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