08.02.08

Test JoikuSpot / Nokia E51: Mein Handy ist ein Hotspot!

Nokia E51 als WLAN-Hotspot

Wer das ganze Gefusel mit Bluetooth-Handy-Modem-Settings-Einstellungen leid ist, kann aufatmen. JoikuSpot macht aus dem Handy einen WLAN-Hotspot.

 

Dank diesem kommen Notebooks und auch der iPod-Touch easy ins Internet. Highlights von JoikuSpot: Es funktioniert mit Nokias mit Symbian S60, ist gratis und vor allem total unsicher. Es kann deshalb die Handy-Rechnung durch die Decke treiben. Aber ich liebe das Progrämmchen trotzdem.

Im Prinzip kann man ja jedes bessere Handy mit dem Notebook verbinden und so als Modem für den Internetzugang missbrauchen. Nur passt bei mir immer das aktuelle Testhandy natürlich nicht mit dem Notebook im Gepäck zusammen, und die nötige Softwareinstallation vermehrt regelmässig meine grauen Haare.

Wäre allerdings das Handy ein üblicher WLAN-Hotspot, könnten sich alle Notebooks ohne Probleme und Treiber einklinken.

 

Clevere Idee, dachten sich die Entwickler von Joiku und programmierten für die neusten Nokia-Phones, die sowohl über WLAN als auch UMTS verfügen, das Progrämmchen JoikuSpot.

Installation per SMS

Freude macht JoikuSpot schon bei der Installation. Man muss auf der Joiku-Homepage lediglich seine Handy-Nummer eintippen und erhält dann ein SMS mit Downloadlink. Wohlweislich ohne Registration und Preisgabe der Blutgruppe seiner Grossmutter. Und das SMS schickt Joiku auch in die Schweiz und damit wohl auch in die ganze restliche grosse Welt.

 

Ich habe JoikuSpot mit dem brandneuen Nokia E51 getestet. Nach dem Download genügt ein Klick und schon befindet sich Joiku im Ordner "Installationen". Ein weiterer Klick präsentiert eine Warnmeldung, dass man auf dem besten Weg ist, sein Handy zum öffentlichen Hotspot zu machen. Die klickt unsereiner locker weg - und schon läuft Joiku.

Am Notebook taucht der neue Hotspot unter der Bezeichnung "JoikuSpot" wie ein üblicher WLAN-Access-Point auf. Anklicken, lossurfen und staunen. Das Ganze funktioniert problemlos.

Zweiter Testkandidat war ein iPod-Touch, den ich mit allen Mitteln und Ausreden in meiner Testgerätesammlung zu halten versuche. Auch er verbindet sich binnen Sekunden mit dem Handy-Hotspot. Nokias E51 und der Touch sind also ein perfektes Duo für Mini-Websurferei auf dem Heimweg im Zug. Das ist aber auch die beste Möglichkeit, seine Handy-Rechnung in ungewohnte Höhen zu schrauben.

Das Handy als öffentlicher Hotspot

Der mit Joiku auf dem Handy eingerichtete Hotspot ist nämlich öffentlich und nicht durch ein Passwort geschützt. Er lässt problemlos von mehreren Benutzern teilen. Schlimmstenfalls surft also der ganze Zug auf Kosten eines Joiku-Nutzers. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Nutzer der kostenlosen Joiku-Betaversion ziemlich schnell auf eine Kaufversion umsteigen werden, die dann hoffentlich eine WPA-Verschlüsselung für den Hotspot bringt. Wer also die jetzige Version nutzt, sei gewarnt. Er öffnet die UMTS-Verbindung seines Handys der Öffentlichkeit und dessen Besitzer wird je nach Abomodell mit exorbitanten Rechnungen konfrontiert werden.

 

Trotz alledem: Wer eine Multi-Gigabyte-Flatrate in seinem Handy-Abo hat, kann dann JoikuSpot endlich ohne grosse Konfigurierei jedes WLAN-fähige Gerät praktisch überall ins Internet bringen. Ist eine UMTS-Abdeckung vorhanden, geht das zügig, bei GPRS bröseln aber die Daten nur vor sich hin.

Zum Abschluss noch einige Worte zum Nokia E51: Tolles Business-Handy mit kompakten Massen. VoIP-Client und WLAN sowie ein brauchbarer Browser sind weitere Stärken des E51. Mit einem Preis von rund 350 Euro oder 498 Franken bietet es ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

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