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18.12.07

Test: Aurora, der Wecker für den Mac: Mit dem Apfel aufstehen

Aurora Mac

Es gibt viele Programme mit Weckfunktionen für den Mac, doch kaum eins kann mit der Funktionsvielfalt und Einfachkeit von Aurora mithalten. Wir haben das Donationware-Tool für euch getestet.

Aurora Mac
Schaltzentrale von Aurora, das übersichtliche Hauptfenster

"Aurora" von Jonas Witt fällt unter die Kategorie "Programme, die nur eine Sache können, dafür aber auch perfekt". Es dient dazu, den Mac-User aus dem Schlaf zu reißen, ihn an eine beliebige Fernsehsendung zu erinnern oder auch an andere wichtige Dinge. Wie gut das Programm ist und was es alles zu bieten hat, lest ihr in unserem Testbericht.

Installation

Nach dem Download der Installationsdatei von der Aurora-Website und der einfachen Installation per Drag & Drop öffnet sich zunächst das Hauptfenster, die Schaltzentrale von Aurora. Hier werden alle Funktionen übersichtlich dargestellt. Man sieht direkt, dass man kein Geek sein muss, um seinen ersten Wecker einzurichten. Automatisch stellt sich das Programm dabei auf die Sprache des Betriebssystems ein. Zur Auswahl stehen derzeit die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch (vereinfacht), Schwedisch und Spanisch.

Einen Wecker einstellen

Mit einem Klick auf den grünen "Neu"-Knopf erscheint auch gleich der erste Eintrag in der Liste. Wird dieser angeklickt, kann man die am unteren Rand des Fensters angezeigten Optionen anwenden. Zunächst wird natürlich die Regelmäßigkeit des Weckers unter dem Reiter "Tag und Zeit" eingestellt. Dabei kann es sich um einen einmaligen Termin handeln, aber auch um wiederkehrende Termine (einfach ein Häkchen im entsprechenden Feld machen). Es lassen sich also mit ein paar Klicks auf einfachste Weise zum Beispiel Termine für die Werk- oder Wochenendtage einrichten.

Natürlich nutzt auch der beste Wecker nichts, wenn der Mac gerade im Sleep-Mode und dadurch das Programm nicht aktiv ist. Deshalb hat der Entwickler es mit einem weiteren Klick auf "Mac aufwecken" ermöglicht, den Mac aus dem wohlverdienten - und auch zum ungestörten Schlaf des Users notwendigen - Schlaf zu reißen, um den User zu wecken. Damit man nicht mit voller Lautstärke aus dem Schlaf gerissen wird, lassen sich die Einfadezeit und die Endlautstärke einstellen.


Gegen abruptes Aufwachen: Fadereinstellungen

Musik oder das Sat.1 Frühstücksfernsehen?

Das Killerfeature bei Aurora ist jedoch die Quellenvielfalt: Zwar ist die iTunes Wiedergabe von Anfang an als Standard eingestellt, jedoch lassen sich gezielt Playlisten, Podcasts oder auch in iTunes gespeicherte Filme als Weckquelle auswählen. Für die unter euch, die ein Gerät der EyeTV Familie besitzen, lassen sich sogar gezielt einzelne Sender auswählen. Shufflewiedergabe oder ein Endloswiederholen der jeweiligen Playlist verstehen sich da von selbst.


Einschlafen leicht gemacht

Ein Einschlaf-Modus (nicht zu verwechseln mit dem Sleep-Mode der Hardware!) wurde ebenfalls eingebaut. So lassen sich im Hauptfenster mittels eines Klicks auf das Schäfchen-Symbol die Optionen zum geregelten Einschlafen festlegen. Dabei lässt sich eine Quelle wie iTunes oder EyeTV wählen, die Zeit nach der die Wiedergabe enden soll, oder aber auch eine feste Anzahl an Liedern, nach der der Mac verstummt. Damit das Zimmer nicht so sonnig hell ist wie das Logo von Aurora, eine aufgehende Sonne, lässt sich auch automatisch die Helligkeit des Bildschirms reduzieren. Optional kann man noch die Wiedergabe sanft ausfaden lassen. Die Zeit lässt sich frei einstellen. Weiterhin kann man einstellen, ob der Mac danach einschlafen, herunterfahren oder sich abmelden soll.


Wie hätten's denn gern? Umfangreiche Optionen.

Zu guter Letzt ein Blick auf die erweiterten Optionen: Hier lassen sich unter anderem die Kurven für das Ein-und Ausfaden den eigenen Vorlieben anpassen, die automatische Updatesuche aktivieren, oder auch die Unterstützung für EyeTV und die Apple Fernbedienung einschalten. Sollte man mehrere getrennte iTunes-Bibliotheken sein Eigen nennen, lässt sich hier die Richtige auswählen.

Optionen, Optionen, Optionen

Sehr praktisch: Man kann sich in der Menüzeile ein kleines Icon anzeigen lassen, mit dessen Hilfe man auch bei ausgeschaltetem Programm die Weckzeit im Blick hat. Apropos Weckzeit - diese wird im Aurora Symbol im Dock angezeigt, ein weiteres Zeichen dafür, wie sinnvoll hier das komplette User Interface gestaltet ist. Nichts wurde dem Zufall überlassen.

Ist der Wecker dann erst einmal richtig eingerichtet, lassen sich auf die gleiche Art und Weise neue Wecker hinzufügen. Ob der Wecker aktiv sein soll oder nicht, kann man dann einfach mittels eines Häkchens in der jeweiligen Zeile einstellen.

Fazit

Aurora tut das, was es verspricht, und zwar perfekt. Die Bedienung ist simpel und dank selbsterklärender Symbole und Begriffe ein Kinderspiel. Weitere Optionen runden das Ganze ab und lassen "nach oben hin" viele Möglichkeiten der Individualisierung. Da die Software Donationware und somit zwar frei erhältlich ist, doch um Spenden gebeten wird, ist es bei regelmäßiger Nutzung nur fair, dem Entwickler Jonas Witt eine kleine Summe zukommen zu lassen, da das Programm stetig erweitert wird und Updates nicht lange auf sich warten lassen. Wer also ein gutes Weckprogramm mit perfekter Integration ins Mac OS X wünscht, liegt hier goldrichtig und wird nicht enttäuscht.

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