22.03.10

Test Asus EEE PC 1005 HA-H I: Grosser Akku, kleine Auflösung

Asus 1005 HA-H - Unter den Aufklebern versteckt sich ein Rechner (Bild: DD)

Das, was Netbooks vor allem ausmacht, ist die Laufzeit des Akkus. Im Test kann der Asus da überzeugen.

Er ist nicht mehr ganz taufrisch, aber der Asus EEE PC 1005 HA-H wird gerade in verschiedenen Elektro- und Onlinemärkten für weniger als 300 Euro angeboten. Ein Grund mehr, sich das Netbook mit seinem langlebigen Akku anzuschauen. Bei Asus verliert man als Laie schnell den Überblick, welches Gerät man gerade vor sich hat. Zur Zeit wird die 1005er Serie günstig angeboten, was daran liegt, dass die neuen Geräte der Serie schon den Atom N450 verbaut haben und nicht mehr den N270/N280. Doch der reicht immer noch für die meisten Arbeiten aus. Zumindest, wenn man sich ein wenig bescheidet und nicht zu viel vom kleinen Rechner verlangt.

Die Asus 1005er Serie

Es gibt insgesamt (nach meiner Recherche) 5 verschiedene 1005er Geräte. Die Variante 1005 HA-M und HA-H sind mit einem Atom 270 (1.6 GHz) ausgestattet. Der HGO (dem wir auch schon im Test hatten) hat den minimal schnelleren N280 (1.66 GHZ) Prozessor verbaut. Alle drei verfügen über den Intel 945 GSE Chipsatz, die Grafik kommt vom Intel GMA 950. Der HA-M hat den schwächeren 4400 mAh Akku verbaut, der HA-H und der HGO arbeiten mit dem stärkeren 5600 mAh Akku. Ansonsten gibt es in der Ausstattung keine Unterschiede. Alle haben WLAN auch im n-Draft, Bluetooth und die Win 7 Starter Version. Beim HGO gibt es zusätzlich ein UMTS-Modul.

Neuer sind die 1005 P und PE Varianten, die schon mit dem neuen Atom N450 ausgestattet sind. Der ist nicht schneller als der alte N270/280, verbraucht aber weniger Strom, so kommen beide mit einem 4400 mAh Akku aus. Der PE funkt auch im n-Draft, beide haben den neuen Intel GMA 3150 Grafikchipsatz, der allerdings jetzt auch nicht sonderlich viel mehr Leistung liefert.

Ich teste hier den Asus eee PC 1005 HA-H. Der kostet im Moment (20.03.2010) zwischen 260 und 290 Euro. Ausschlaggebend für den Kauf war die lange Akkulaufzeit, die Asus mit satten 10.5 Stunden angibt. Ich suchte ein Gerät, dass mich einen ganzen Tag auf Konferenzen begleitet und mehr oder weniger als Schreib- und Mailmaschine dient.

Auspacken - Anmachen

Asus verpackt den eee relativ unspektakulär. Es gibt wenig zu klappen, aufzufalten oder auszupacken. Alle sich im Karton befindlichen Dinge sind gut verpackt, allerdings ist der kleine Rechner massiv mit Aufklebern zu gepappt, was ein kleines Ärgnis ist. Die muss man erst mal abfummeln, bis man an seinen Rechner ran kommt.

Was direkt auffällt - die schwarze Klavierlack-Optik ist nur so mittelgut. Sieht nett aus, so lange man das Gerät nicht berührt. Das war mir zwar vorher klar, aber ich frage mich trotzdem, warum man so einen Blödsinn überhaupt baut. Leicht ist das 1005er mit dem großem Akku nicht gerade. Auf der heimischen digitalen Küchenwaage konnte ich 1.27 Kilogramm messen.

Der Akku ist im Auslieferungszustand halb voll. Da man die Windows 7 Starter Edition erst einmal installieren muss, empfiehlt sich aber trotzdem das winzige und leichte Netzteil an den Strom anzuschließen. Die Einrichtung dauert dann doch länger, weil irgendwelche Daten hin und her kopiert werden müssen.

Erste Eindrücke

Ein Nachteil der meisten Netbooks ist die minimale Auflösung. Auch das 1005 HA-H verfügt nur über eine Auflösung von 1024 x 600 Pixel. Da wird es auf dem Desktop sehr schnell, sehr eng. Auch beim surfen merkt man die kleine Auflösung. Manche Seiten sind dann doch den Tick größer und man hat unten einen Scrollbalken. Es empfiehlt sich einen Browser zu nehmen, der möglichst wenig Platz verbraucht, was in meinem Fall Google Chrome ist. Der kleine Grafikchip kann auch 1024 x 768 Pixel darstellen, aber dann rutschen entweder teile des Desktop aus dem Sichtfeld oder alles wird unschön zusammen gestaucht. Manchmal muss man das allerdings machen, weil es Programme gibt, die eine Installation verweigern, wenn man nicht die geforderte 1024 x 768 Auflösung hat.

Schön ist die kleine Auflösung sicher nicht, aber es gibt kaum 10 Zoll Netbooks, die was anderes bieten. Hier merkt man dann auch, wo die Hersteller sparen: Grafik-Chip und Display. Ob das so sein muss, ist dann wieder eine andere Frage, aber im Moment bekommt man im 300 Euro Segment einfach nichts anderes. Will man eine höhere Auflösung, muss man zu weitaus teureren Subnotebooks der 11 Zoll Liga greifen oder zu einem Sony Vaio W21, das aber auch nicht gerade günstig ist.

Windows 7 Starter macht einen aufgeräumten und guten Eindruck. Netterweise hat Asus auch darauf verzichtet die Festplatte mit den üblichen "Trial" Angeboten nutzloser Software voll zuhauen. Es findet sich nur eine 60 Tage Version des Sicherheitssoftware von "Trend" und die übliche 60 Tage-Office Version auf dem Rechner.

Bedeutet auch - man muss erst mal viel installieren, bis man den Rechner so weit hat, dass er den eigenen Wünschen entspricht. Bei mir sind das vor allem ein Browser (Chrome, Firefox) und ein Schreibprogramm. Da nutze ich nicht mal Wordpad sondern NoteTabPro, eigentlich ein HTML-Editor, der sich aber wegen seiner Tabs und der Autosave-Funktion hervorragend als Text-Editor eignet. Dazu kommt, dass er sehr schnell ist und wenig Ressourcen verbraucht. Open Office habe ich zwar auch installiert, nutze es aber auf dem Netbook nur im Notfall. Eher greife ich dann noch zu Google Docs oder Zoho.

Des Weiteren habe ich das Dropbox Programm installiert, mit dem ich erstellte Dateien auf den anderen Rechnern abgleichen kann. Als letztes habe ich den UMTS-Stick samt Programm auf dem Netbook installiert. Mehr sollte ich erst einmal nicht benötigen. Später folgt vielleicht noch ein DVB-T Stick.

Speicher

Die 250 GB HDD ist völlig ausreichend, man würde sogar sagen: überdimensioniert. Mit einer 80GB SSD wäre man vielleicht besser ausgerüstet, aber die kosten halt noch zu viel Geld und würden Preis weit über die 400 Euro Grenze treiben. Bei RAM sieht es anders aus. Asus verbaut, wie die meisten anderen Hersteller, nur 1GB RAM. Das mag bei XP reichen, Win 7 braucht aber mehr. Wenn man bedenkt, dass sich die Grafik gerne mal 256 MB schnappt, kann man sich vorstellen, dass sehr schnell, sehr langsam wird, wenn man bei Firefox oder Chrome mal 10 Tabs offen hat. Es empfiehlt sich dringend, einen 2 GB Riegel nachzurüsten, was ich schon beim Kauf gemacht habe.

Morgen folgt Test II: Wechsel des RAMs und die Tauglichkeit im Alltag

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