03.03.14

Test Angel Sounds Baby-Ultraschall für zuhause: Wenn man die Engel singen hört

Angel Sounds

"Wie geht es meinem Baby?" - diese Frage stellen sich viele werdende Mütter. Mit dem Gerät "Angel Sounds" kann man sie beantworten: Es macht den Herzschlag des Babys hörbar.

Angel Sounds Angel Sounds (Bilder: W.D.Roth)

Ultraschallgeräte haben Krankenhäuser und einige Ärzte, insbesondere Frauenärzte. Sie kosten mehr als ein Mercedes S-Klasse, doch man kann sehen, wie es dem ungeborenen Baby im Bauch der Mutter geht. " Angel Sounds " wiederum kostet dagegen weniger als 40 Euro. Sehen kann man damit zwar nichts, doch zumindest hören. Ist es ein Spielzeug oder ein ernst zu nehmendes Gesundheits-Gadget?

Der Test eines Fetal-Dopplers, so der wissenschaftliche Ausdruck für das Gerät, ist etwas komplizierter: Es wird ein ungeborenes Baby in geeignetem Alter benötigt. Nichts leichter gemacht als das? Naja, so gut wird man bei neuerdings.com nun auch nicht bezahlt, dass da gleich solcher Übermut angebracht wäre... Schließlich fand sich aber ein geeignetes Versuchs-Baby und der Test konnte starten.

Spartanischer Lieferumfang

Der Lieferumfang ist etwas spartantisch: ein Blatt Anleitung, Ultraschallgeber und -sensor, Kopfhörer. Das ist alles. Ultraschallgel wird auch noch benötigt, ist aber nicht in jeder lieferbaren Ausführung dabei. Gibt es notfalls auch in der Apotheke. Laut Anleitung geht auch Speiseöl (auch Babyöl?), aber vermutlich weniger gut. Zudem dürfte die anschließende Reinigung komplizierter ausfallen.

Das Gerät hat zwei Ausgänge, Vater und Mutter können also gleichzeitig hören. Wenn dann aber noch ein anderes Kind sein zukünftiges Geschwisterchen hören will, wird ein Lautsprecher benötigt. Man kann es auch einfach an die Stereoanlage anschließen, aber das ist nicht zu empfehlen: Es scheppert ziemlich beim Aufsetzen und Abnehmen des Sensors von der Haut und beim Bewegen desselben. Das ist schon über Kopfhörer heftig, an der Stereoanlage könnten die Lautsprecher leiden, die Wände wackeln und die Nachbarn Ärger machen. Außerdem steht die Anlage kaum da, wo man sich bequem hinlegen kann.

Gar nicht so einfach

Zum Test wurde deshalb der Bose Sound Link Mini Speaker angeschlossen. Auch damit war es noch anstrengend, denn man findet die Herztöne des Babys nicht so leicht - es erinnert an erste Kurzwellenempfangsversuche oder gar das Stochern in einem Detektorkristall. Zunächst erwischt man meist nur den Herzschlag der Mutter, erst irgendwann dann den etwa doppelt so schnellen des Babys. Das kann bei der Mutter Sorgen auslösen, wenn man das Baby nicht auf Anhieb findet. Eine ausführlichere Anleitung mit Videos und Tonbeispielen wäre hier hilfreich.

Mein Kritikpunkt am Gerät: Eine automatische Lautstärkeregelung bzw. -begrenzung wäre wünschenswert. So werden die leisen Herztöne von donnernden Nebengeräuschen begleitet, sobald man mit dem Sensor eine falsche Bewegung macht, sodass man nicht nur den kleinen Engel singen hört, sondern auch die im Himmel, wenn die Ohren deshalb pfeifen. Eventuell ist das (nicht getestete) Modell mit integriertem Lautsprecher für etwas über 60 Euro angenehmer.

Es ist also sicher interessant, die "Engelklänge" zu hören - aber unter Umständen auch frustrierend, insbesondere in den Wochen, wo das Baby noch klein ist. Das nächste Mal teste ich doch lieber wieder Kurzwellenempfänger...

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