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28.02.09

Technology Related Anger: Wenn die Mäuse tief fliegen

Wut über Software gefährdet die Hardware (Bild: M. Brinks)

TRA (Technology Related Anger, übersetzt etwa "technikbedingte Wut") gefährdet unsere Hardware. Wer länger als 30 Stunden pro Woche am Computer verbringt, kann leicht handgreiflich werden.

Wut über Software gefährdet die Hardware (Bild: M. Brinks)Zu dieser Schlussfolgerung kommt die Sozialwissenschaftlerin Marleen Brinks in einer Studie. Sie belegt: Wer über 30 Stunden pro Woche am PC sitzt, ist stark gewaltgefährdet. Zum Glück richtet die sich meist nicht gegen Menschen, sondern gegen unschuldige Peripherie. So weiß die Forscherin, dass schon 31 Prozent aller Anwender mal ihre Maus geworfen oder auf den Tisch gepfeffert sowie 15% den Bildschirm oder das Gehäuse getreten haben. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Zu den Opfern der Gewaltattacken durch TRA gehören zerstörte Tastaturen (19%), defekte Mäuse (17%), kaputte Monitore (17%) sowie mit einem Anteil von immerhin 4% Computer, die durch Tritte oder Schläge zerstört werden. Fast drei Viertel aller Befragten gaben an, sich regelmäßig über Ihren PC zu ärgern, 62% reagieren mit Schimpfen oder Schreien.

Die Ursachen für die Aggressionen gegen die Technik sind vielfältig: fehlende Anwenderfreundlichkeit, schlechte Software in Verbindung mit mangelnder Fähigkeit, das Programm zu beherrschen - Hardwarefehler waren weniger die Ursache, aber die armen Geräte mussten es letztendlich ausbaden. Doch das ist nicht das einzige Problem. Wie Marleen Brinks weiß, gehen weltweit 6,3 Milliarden Arbeitsstunden im Jahr durch streikende Computer verloren.

Häufige Pausen, möglichst an frischer Luft und fern der Technik helfen, das Mütchen zu kühlen - sowie ein Ersatzobjekt, etwa einen Gummiball oder ein Stofftier, dass nicht direkt kaputt geht, wenn man mal drauf haut oder es durch den Raum pfeffert. Das ist in diesem Fall ja auch erlaubt, denn man soll die Wut durchaus raus lassen. Aber bitte nicht auf die arme Computermaus.

Die ganze Studie kann auch als Buch auf der Homepage der Forscherin bestellt werden.

Manchmal schaut ja auch jemand zu, wie dieser schon oft gezeigte Spot demonstriert (wobei gerade er sich im Nachhinein als PR-Fake herausstellte. Doch Youtube hält noch viele weitere Beispiele bereit). Und auch das Lachen darüber kann schon Ärger beseitigen.

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