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13.05.14

Tado Cooling: Elegante Steuerung für eine Klimaanlage ersetzt die Fernbedienung

Tado brachte vor zwei Jahren eine moderne Steuerung für Heizungen auf den Markt. Nun, da der Sommer naht, bringt das Münchner Startup mit „Cooling“ ein ganz ähnliches Produkt für Klimaanlagen heraus. Ein kluger Ansatz, der zeigt, dass man nicht immer alles neu kaufen muss. Doch zwei Pferdefüße gibt es auch hier.

Tado Cooling steuert die Klimaanlage. Alle Bilder: Tado

Manchmal erstaunlich, wie sich zwei Produktkonzepte ähneln, die uns nur wenige Tage hintereinander auffallen. Erst kürzlich stellten wir an dieser Stelle die Quirky Aros vor, die formschöne Klimaanlage mit Smartphone-Steuerung aus den USA. Nun wagt sich das deutsche Startup Tado mit einem ganz ähnlichen Konzept auf den Markt: Tado Cooling.

Anders als bei der Quirky Aros müssen sich Wohnungsbesitzer auf der Suche nach einem energiesparenden Temperaturkonzept nicht gleich eine neue Klimaanlage kaufen. Tado Cooling ersetzt nur die Fernbedienung der Klimaanlage und haucht ihr durch moderne Technik neues Leben ein.

 

Klimagerät mit Anwesenheitserkennung

Tado verwendet für die Cooling in etwa das gleiche Gehäuse und eine ähnliche Steuerung und Technik wie für das Original-Tado, das die Heizung clever regeln sollte. So verfügt auch Tado Cooling über die so genannte Anwesenheitserkennung. Die Klimaanlage lässt sich etwa aus der Ferne abschalten, oder sie meldet sich per App, wenn sie dank GPS erkannt hat, dass sich der Benutzer nähert. „Klimaanlage jetzt anschalten?“ lautet dann die Frage. Und wenn der Besitzer zu Hause ankommt, ist es schön kühl - ohne dass die Klimaanlage den ganzen Tag gelaufen wäre und Strom verbraucht hätte.

Im Video zur Kickstarter-Kampagne verraten die Münchner, wie das funktionieren soll:

Tado Cooling verbindet sich via Infrarot mit allen Klimaanlagen, die eine Fernbedienung besitzen. Ab dann dient Tado selbst als die Fernbedienung und verbindet sich außerdem über WLAN, iBeacon oder Bluetooth 4.0 mit einem Smartphone, Tablet oder dem Heimnetzwerk. Ein- und Ausschalten lässt sich die Klimaanlage ab da entweder per App oder mit einem Wink. Tado Cooling verfügt über Hygrometer und Temperatursensor, kann sich also auf eine gewünschte Luftfeuchtigkeit oder Temperatur einprogrammieren lassen.

Ein Raumklima, zwei Geräte?

Das alles klingt deutlich ressourcenschonender als bei der Quirky Aros, alleine schon dank des Verzichts auf eine neue Klimaanlage. Tado Cooling ist eben nur die Steuerung. Wie uns Tado auf Nachfrage verriet, sind beide Tado-Steuerungen leider nicht kompatibel. Wer bereits eine Tado für die Heizung hat, wird also die Klimaanlage damit vorerst nicht steuern können oder umgekehrt. Dafür soll sich Tado Cooling in andere Home-Automation-Systeme integrieren lassen.

Tado Cooling App

Und dann wäre da noch der Preis: Tado Cooling ist in den Frühbucher-Angeboten auf Kickstarter mit umgerechnet 61 Euro (Early Bird) oder 83 Euro eigentlich nicht zu teuer. Die Münchner streben allerdings laut ihrer Kickstarter-Kampagne einen regulären Verkaufspreis von später umgerechnet 110 Euro an. Das wäre in unseren Augen dann doch etwas viel für eine - wenn auch intelligente - Klimaanlagen-Fernbedienung. Ansonsten haben wir aber eigentlich nichts auszusetzen: Schöne Idee, made in Germany und Tado Cooling sieht auch noch gut aus.

Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 11. Juni. 150.000 US-Dollar will Tado damit einnehmen. Die Kampagne soll der Testlauf für den späteren Regelverkauf sein, der angesichts des fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums aber wohl so oder so stattfinden soll. Ab August sollen die ersten Tado Coolings verschifft werden.

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