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10.07.17

Ratgeber

Ein Tablet als zusätzlichen Bildschirm verwenden: So geht’s!

Sven Wernicke


(Bild: Avatron)

Das iPad oder ein Tablet mit Android kann auch die Arbeitsfläche des Desktop-PCs erweitern. So verwandeln Sie Ihren Touchscreen-Computer in einen zusätzlichen Monitor.

Ein Tablet als Zweitmonitor einsetzen – warum auch nicht?

Tablets sind praktisch, werden aber gar nicht so häufig benötigt. Dabei kann ein Tablet mit einfachen Mitteln auch als erweitertes Display für den Arbeitsrechner oder das Notebook zweckentfremdet werden. Wichtige Programme, Dokumente und sogar Bedienelemente von Bild- und Videobearbeitungssoftware lassen sich so auf dem kleinen Bildschirm ablegen, während sich die Inhalte auf dem großen Monitor auf das Wesentliche beschränken.

Das klingt nicht nur gut, das ist auch praktisch und in vielen Bereichen sinnvoll sowie ein Mehrwert. Was Sie dafür tun müssen? Ein paar Euro sollten Sie schon investieren, genauso einmalig etwas Zeit für die Einrichtung. Und mit folgenden Programmen klappt es.

Komfort mit Apple-Geräten

Ehemalige Apple-Mitarbeiter entwarfen mit Duet eine besonders komfortable und hochwertige Lösung, die am besten mit dem iPad, iPhone und einem Mac-Rechner mit macOS 10.9+ oder höher funktioniert. Aber auch PCs mit Windows 7 oder Windows 10 werden unterstützt.

Über das Lightning- oder 30-Pol-Kabel wird das iPad mit dem Mac verbunden, nach Aufspielen der Software (für macOS, Windows und iOS) kann es losgehen. Der Clou: Auch der Touchscreen des Tablets wird voll unterstützt, zudem kann eine spezielle Touch-Bar hinzugefügt werden – das verspricht eine bequeme Navigation.

Durch In-App-Käufe kann unter anderem das iPad Pro mit Stylus als Eingabegerät für einen Mac oder Windows-Computer eingesetzt werden. Das ist ebenso ein reizvolles Einsatzgebiet.

Wer keine Kabel wünscht, kann alternativ die Lösung Air Display wählen. Auch hier benötigen Sie eine kostenfreie Client-Software für Windows oder Mac, genauso eine rund 10 Euro teure App für iOS oder Android. Der Vorteil: Das Streamen der gewünschten Inhalte (Tablet, Rechner) erfolgt über WLAN. Das führt unter Umständen zu einer gewissen Anzeige-Verzögerung, mit der Sie rechnen müssen. Für weniger zeitrelevante Informationen sollte das völlig genügen.

Mehrere Tablets als Monitor-Ersatz benutzen

Noch eine Ecke weiter geht die Software iDisplay. Denn hier ist es Ihnen überlassen, ob Sie Ihr Tablet über Kabel (USB-Typ-C, Lightning, 30-Pin) oder WIFI mit dem Mac oder Windows-System zusammenbringen. Ebenfalls werden Multi-Touch-Gesten und mehrere Tablets bzw. Smartphones als erweiterte Displays unterstützt. Und: Die Auflösung der jeweils verbundenen Geräte passt sich automatisch an. Bis zu 60 Bilder pro Sekunde (Bildwiederholrate) versprechen eine gute Performance bei produktiver Arbeit.

Doch iDisplay besitzt einen nicht ganz niedrigen Preis. Für die Android-App werden beispielsweise 18,99 Euro fällig. Aber in Anbetracht des Gebotenen ist das sicher gut angelegtes Geld. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie iDisplay mit den eigenen Devices eingerichtet wird, finden Sie unter diesem Link.

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