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05.02.10

Symbian wird OpenSource: Nokia hofft auf die Community

Symbian - Die Community solls richten (Bild: Symbian Found.)

Nokia folgt dem Trend und gibt den Sourcecode für Symbian frei.

Hinter jedem erfolgreichen Betriebssystem steht eine riesige Abteilung von Programmierern, deren einziges Ziel es ist, das Beste zu erstellen. Zum Beispiel Microsoft Windows oder Apple MacOS X oder Ubuntu Linux - halt, Linux ist doch OpenSource?!

Wer wenig Ressourcen verschwenden will, läßt jeden klugen Kopf der Welt mitarbeiten, natürlich unbezahlt - das nennt sich OpenSource. Und wie man an Linux (Android basiert auf Linux) oder OpenOffice erkennt, ist das sehr wirkungsvoll.

Nokia oder vielmehr die Symbian-Stiftung, hat sich dazu entschlossen, Symbian ebenfalls frei zugänglich zu machen und nennt es Symbian 3. Warum sich die Herren in Espoo zu diesem Schritt entschlossen liegt auf der Hand:

Die Handysparte gerät zunehmend unter Druck durch Apple, Googles Android und RIM. Dabei hat Apple zwar mit dem iPhone bescheidene Absatzzahlen zu verbuchen, wenn man die absoluten Zahlen vergleicht, erreicht aber einen enorm großen Umsatz aufgrund des hohen Preises und einen erstaunlichen Marktanteil bei den Smartphones. Die Kanadier haben dagegen mit der Blackberry-Serie den Geschäftsbereich im festen Klammergriff und sichern sich international den zweiten Platz. In diesem Bereich ist Nokias Marktanteil von ehemals guten 45% auf labile 38% gesunken (Quelle: Wallstreet Online, StrandConsult und heise)

Unter diesen Gesichtspunkten ist es verständlich, dass Nokia seine Felle davonschwimmen sieht und nicht nur Apples iPhone die Stirn zu bieten versucht, sondern auch Googles Android paroli bieten muss.

Apple behauptete ja, dass es nach seinen Verkaufszahlen Weltmarktführer "in der Mobilsparte" sei, wurde von Nokia jedoch korrigiert, dass hier nur Handys zählen und nicht auch mobile Laptops und ähnliches. Aus diesem Grunde bleibt Nokia Platzhirsch in der Weltspitzenposition bei verkauften Mobiltelefonen. Doch auch diese Aussage ist haften geblieben, nun versucht man mit der freien Navigationssoftware Ovi Maps den Markt zu verteidigen und hofft auf eine Verbesserung durch die Freilegung des SourceCodes, wodurch findige Programmierer Bugs ausmerzen und Funktionen verbessern sollen.

Ob bestehende Symbian Nutzer davon profitieren werden und ihre Handys updaten können, wurde noch nicht verraten. Es dürfte aber nicht in Nokias Interesse liegen, wenn die Handys durch falsche oder schlechte Programmierung lahm gelegt werden.

Via YahooNews!.

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