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03.05.17

Hardware

Surface Laptop: Eignet sich Microsofts Ultrabook auch fürs Business?

Sven Wernicke


(Bild: Microsoft)

Edel, leistungsstark, ausdauernd und für Bildungseinrichtungen gedacht. Eignet sich der neu angekündigte Surface Laptop auch für den Business-Alltag? Aber klar doch!

Surface Laptop: Eine neue Surface-Reihe

Microsoft präsentierte den Surface Laptop erstmals im Mai 2017 auf einer Keynote, die sich ausschließlich dem großen Thema „Edutainment“ widmete. Bildungseinrichtungen sollen mit Windows 10 S eine abgespeckte, dafür aber auch spezialisierte Version des Betriebssystems erhalten. Und auf dieses ist auch der Surface Laptop ausgelegt. Aber: Das Ultrabook ist für alle geeignet, die in erster Linie effektiv arbeiten möchten und zugleich Leistung sowie Qualität verlangen.

Das bietet der Surface Laptop

Gegenüber dem Surface, Surface Pro und dem Surface Book gibt es keine Möglichkeit mehr, das Display vom Keyboard zu trennen. Nein, der Surface Laptop ist ein ganz normaler Laptop bzw. ein typisches Notebook mit aktueller Technik. Verbaut wird ein 13,5 Zoll großes PixelSense-Display mit hoher Auflösung (2.256 x 1.504 Pixel) und 3:2-Seitenverhältnis. Mindestens kommt ein Intel Core i5 der 7. Generation zum Einsatz, für Tempo sorgen wenigstens 4GB RAM und eine SSD ab 128GB.  USB 3.0, Mini DisplayPort und Surface Connect für weitere Anschlüsse sind vorhanden. Nur 1,25kg wiegt der Surface Laptop, der über eine besonders weiche Tastatur dank des Materials Alcantara verfügt.

Das kleinste Modell besitzt einen Intel Core i5, dem 4GB RAM, eine Intel HD Graphics 620 Grafikeinheit und eine 128GB SSD zur Verfügung steht. Der Preis beträgt knapp 1000 US-Dollar. Was die Top-Variante mit Intel Core i7, 16GB RAM, Iris Plus Graphics 640 und 512GB SSD kosten wird, ist noch nicht ganz klar. So oder so verspricht Microsoft Akkulaufzeiten von bis zu 14,5 – auch dank der Energiesparfunktionen des neuen Windows 10 S – einer abgewandelten Form von Windows 10 - und eigenen Aussagen zufolge aufeinander abgestimmte Hardware-Komponenten.

 

Eignet sich der Surface Laptop auch für andere Einsätze?

Windows 10 S ist für Schüler, Studenten und Bildung generell ausgelegt. Was ist aber mit dem Surface Laptop, auf dem Windows 10 S vorinstalliert ist? Keine Sorge: Der tragbare PC wird für jeden gleichermaßen geeignet sein. Wer will, der kann zu Windows 10 Pro wechseln. Im ersten Jahr nach dem Kauf sogar kostenlos. Spätestens dann ist das Gerät ein ganz normales Ultrabook für Beruf, Alltag, Selbständigkeit und Unternehmen.

Letztlich stellt sich die Frage, wieso man überhaupt von Windows 10 S zu Windows 10 Pro wechseln muss, wirbt Microsoft doch mit einer effizienten Ressourcen-Verwaltung, einer Ladezeit von 15 Sekunden bis zum schnellen Login und dem Vorhandensein von allen nötigen Office-Anwendungen. Zudem können zahllose Apps auch aus dem Windows Store geladen werden.

Trotzdem: Windows 10 S ist nicht vollständig zu allen Windows-Anwendungen kompatibel, sodass bei Nutzung sehr individueller Programme doch der Weg zu Windows 10 (Pro) sinnvoll erscheint bzw. sogar nötig ist.

Egal ob Windows 10 S oder Windows 10 Pro – der Surface Laptop legt den Fokus auf Qualität und bietet außerdem genügend Power für die Arbeit. Limitierungen muss niemand befürchten.

Surface Laptop gegen die Konkurrenten

Eines ist klar: Microsoft möchte mit dem Surface Laptop vorrangig Apples MacBook Air attackieren. Das Apfel-Gegenstück sieht auf den ersten Blick nicht nur ähnlich aus, es beginnt auch bei 999 US-Dollar. Dafür ist es 100 Gramm schwerer, etwas größer und mit einem schlechteren Bildschirm ausgestattet. Microsoft behauptet, der Surface Laptop wäre 50 Prozent schneller als das Macbook Air – und das bei längerer Akkulaufzeit (14,5 Stunden vs. 12 Stunden).

Ein  Blick über den Tellerrand lohnt sich aber, denn Microsoft erfindet mit dem Surface Laptop das Rad keineswegs neu. Seit einiger Zeit erhältlich sind beispielsweise der Dell XPS 13 und das HP Spectre 13.3. Die mögen zwar nicht so dünn sein und keine attraktive Alcantara-Oberfläche rund um die Tastatur besitzen, dafür aber sind sie zum Teil günstiger oder ausdauernder (das XPS 13 kommt auf bis zu 18 Stunden).

Sowieso finden sich im Ultrabook-Sektor viele Kandidaten, von Acer und anderen Herstellern. Allerdings macht der Redmonder Konzern auch vieles richtig: Minimalistisch-schön, ein rundum stimmiges System, ein außergewöhnlich gutes Display und ein niedriges Gewicht sprechen für das Surface Laptop. Und wer Windows favorisiert, muss jetzt keinen Gedanken mehr an ein Macbook Air verschwenden…

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