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14.12.08

Supraleitende FETs: Eiskalte Elektronik

Jochen Mannhart (links) und sein Mitarbeiter German Hammerl, die den Supraleiter entschlüsselt haben (Bild: idw)

Physiker der Universität Augsburg haben Feldeffekttransistoren entwickelt, die nahe dem absoluten Nullpunkt verlustfrei arbeiten.

Bei Supraleitung denkt man eigentlich an Überlandleitungen, die Energie verlustfrei durchs ganze Land transportieren sollen. Doch mit dieser Art Supraleitung, die bei normalen Umgebungstemperaturen funktionieren sollte, klappt es bislang noch nicht. Zudem sind supraleitende Materialien bislang zu spröde für Kabel.

Weiter ist man mit der klassischen Supraleitung bei tiefen Temperaturen: Sowhl im Großen - bei starken Magneten - als auch im Kleinen:

Am physikalischen Institut der Uni Augsburg hat ein Forschungsteam um den Leibniz-Preisträger Jochen Mannhart und seinen Mitarbeiter German Hammerl aus Strontiumtitanat und Lanthanaluminat unter anderem einen sogenannten "durchstimmbaren" Supraleiter entwickelt, dessen Eigenschaften von einer angelegten Spannung abhängt.

Also ein supraleitender Feldeffekttransistor, so German Hammerl, der übrigens auch noch bei Raumtemperatur funktionieren soll, nur dann nicht mehr verlustfrei.

Nahe am absoluten Nullpunkt wäre ein aus solchen Materialien konstruierter Chip verlustfrei. Allerdings dürften die verwendeten Materialien nur schwer zu finden sein, im Gegensatz zum allgegenwärtigen Silizium der heutigen Chips.

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