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06.07.08

Styropor-Roboter, haushoch: Diener der Konsumkultur

styrobot 2

Kunstprofessor Michael Salter baut überlebensgroße Roboter aus Styropor...

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Groß wie ein Haus!

...und zerstört diese wieder. Es ist schon beeindruckend, welch schöne Kreaturen er aus diesem Abfallmaterial bauen kann. Die Ecken und Kanten, sowie die Strukturen dieses Verpackungsmaterials geben den Geschöpfen eine überirdische Qualität. Ich muss unweigerlich an den Todesstern bei Star Wars denken...

Schon als Kind hat Salter kleine Roboter aus Legosteinen gebaut. Heute macht er das im Prinzip nur einen Maßstab größer. So baut er für Ausstellungen auch Styroporroboter von der Höhe eines Hauses. Stabilität erhält der Plastikgigant durch eine Holzkonstruktion, dennoch sind die Objekte relativ fragil. Deswegen steht eine kleine Armee von weiteren Robotern in der Ausstellungshalle, "damit die Besucher nicht zu nah rangehen".

Der Kunstprofessor der University of Oregon macht seine Kunst nicht aus kommerziellem Interesse. Ihm geht es eher darum, ein Anliegen zu transportieren. Er sagt, dass ihn eine "Hassliebe" mit der Konsumkultur verbindet. Vieles in dieser Kultur ist absurd. Zum Beispiel, dass es Geschäfte gibt, die Fernseher reparieren können, er aber noch nie einen Fuß in so ein Geschäft gesetzt hätte. Absurd auch, dass das Verpackungsmaterial von Waren mehr Platz einnimmt als das eigentliche Produkt.

Nach der Ausstellung werden die Roboter kurz und klein gehackt, und das würde einen Riesenspaß machen. Der Grund hierfür ist, dass sich bisher noch kein Käufer für seine Kunstwerke gefunden habe. Auch sind es zum Teil pragmatische Gründe. Wie zum Beispiel soll man so ein Monstrum durch die Tür bekommen?

Mehr erfahren über Michael Salter kann man auf seiner Webseite.

[via Komonews]

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