03.09.13

IFA 2013: Über Spotify Connect Musik nahtlos auf Lautsprecher streamen

Zwei Taps sollen bei Spotify Connect genügen, um Musik vom Smartphone auf einer Box weiterzuhören.

Mit "Spotify Connect" will der schwedische Musikstreamingdienst sein Angebot noch universeller verfügbar machen. Wer ein kompatibles Gerät besitzt, kann seine Musik von Smartphone oder Tablet nahtlos dort weiterhören. Eine gute Idee, die anfangs aber nur für wenige Nutzer in Frage kommt.

Zwei Taps sollen bei Spotify Connect genügen, um Musik vom Smartphone auf einer Box weiterzuhören.

"So funktioniert's: Spotify drahtlos auf die Hi-Fi-Anlage streamen" gehört zu den Dauerbrenner-Postings hier auf neuerdings.com. Denn Spotify macht es zwar sehr einfach, seine Lieblingsmusik auf Smartphone oder Tablet oder am PC zu hören, aber wie bekommt man sie auf seine größeren Boxen oder sein Audiosystem? Mit "Spotify Connect" unternimmt der Dienst nun einen weiteren Anlauf, dieses Problem zu lösen.

Die von Spotify dargestellte Nutzungsituation werden viele kennen: Man hat unterwegs Musik auf dem Smartphone Musik gehört und möchte sie nun zu Hause angekommen auf der Hi-Fi-Anlage weiterspielen lassen. Meine Lösung war ein Mac Mini, der mir sowieso als Wohnzimmer-PC diente und der sich zum AirPlay-Empfänger machen lässt. Dann reicht ein Tap auf iPhone oder iPad, ich wähle den Mac Mini aus und fortan wird alles dort hingestreamt. Spätestens mit meinem Wechsel vom iPhone 4 zum Nexus 4 fiel diese Möglichkeit weg.

Spotify Connect will ebenso einfach funktionieren und dabei an einem Punkt besser sein. Ebenso wie bei AirPlay reicht hier ein Tap und die Auswahl des Lautsprechers. Dann aber wird die Musik nicht etwa vom Smartphone oder Tablet gestreamt, sondern das Zielgrät selbst übernimmt. Das schont den Akku des Mobilgeräts, das daraufhin nur noch als Spotify-Fernbedienung dient und auch frei anderweitig genutzt werden kann. Zudem kann jedes im WLAN angemeldete Gerät die Steuerung von Spotify übernehmen – stundenlanger Spaß für die nächste Party (mehr oder weniger).

Drei Haken sind dran

Ein kleiner Haken: Spotify Connect gibt es zunächst nur in der iOS-App. Aber die Android-App soll nachziehen. Irgendwann sollen die Desktop-Apps folgen. Mittelgroßer Haken: Das Feature gibt es generell nur für zahlende Premiumkunden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch für Gratisnutzer kommt, das ist aber nicht angekündigt. Größerer Haken: Man braucht zwingend einen Lautsprecher oder ein Heim-Audiosystem mit "Spotify Connect"-Logo. Der Musikstreamingdienst arbeitet dazu für den Anfang mit Argon, Bang & Olufsen, Denon, Hama, Marantz, Philips, Pioneer, Revo, Teufel und Yamaha zusammen. Weitere sollen folgen. Konkrete Geräte wurden noch nicht angekündigt. Und was vor allem fehlt: eine Art Spotify-Empfänger, um bereits vorhandene Boxen und Hi-Fi-Anlagen aufzurüsten.

Für den Anfang ist Spotify Connect also weit entfernt von der universellen Verfügbarkeit, über die Spotifys Chef für Hardware-Partnerschaften so häufig im Interview mit TechCrunch spricht. Wer nicht ins Raster passt, braucht also weiterhin solche Tipps wie aus unserem Artikel und den anschließenden Kommentaren.

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