06.01.11

SPOT Connect: Mein iPhone, der Satelliten-Sender

SPOT Connect

Spot macht mit dem Conect aus iPhones und Android-Smartphones Satelliten-SMS-Sender. Die Kommunikation ist allerdings eine Einbahnstrasse.

Dass es die Satelliten-Telefongesellschaften nie geschafft haben, ein lohnendes Business aufzuziehen und in der Folge nach Partnern und Verwertungen ihres Netzwerks zu günstigeren Konditionen umsehen mussten, kommt jetzt vielleicht den Konsumenten zu gut: Globalstar respektive deren Tochter SPOT nutzt das Satelliten-Kommunikationsnetz zu günstigen Tarifen, um Notfall-Nachrichten abzusetzen.

Bereits vor drei Jahre haben wir über den Spot-Messenger berichtet, der auf Knopfdruck die GPS-Position des Senders und entweder eine von zwei vordefinierten Meldungen an eine ebenfalls vordefinierte Adresse daheim oder ein SOS an eine Internationale Notrufzentrale geschickt hat.

Jetzt ist das System aufgebohrt worden:

Mit dem SPOT Connect - der einen Designpreis an der CES gewonnen hat - können iPhone- und Andrid-Smartphonebesitzer nicht nur vorbestimmte, sondern aktuelle Mitteilungen via Satellit verschicken. Smartphone mit dem gerät verbinden, App downloaden und (Kürzest-) Meldungen an alle Kontakte versenden - als SMS oder Email.

Auch wenn es in Europa weniger grosse Räume ohne Mobilfunkanbindung gibt, in den USA (und an vielen anderen Orten der Welt) sind grosse Teile abgelegener Gebiete wie Alaska überhaupt nicht erschlossen.

Im Grand Canyon, in Yosemite, Death Valley und im Yellowstone und vielen anderen Parks und Wander- und Abenteuergebieten gibt's keine Verbindung zur Aussenwelt, und auch wenn das zunächst ganz nett ist: Wenn man fünfzig Meilen von der nächsten Rangerstation entfernt einen verstauchten Knöchel, eine Autopanne oder einen Zwischenfall mit einem Bären hat, wäre es doch sehr angenehm, man könnte Hilfe holen.

Connect tut das wie schon der einfachere Vorgänger auf Knopfdruck. Das Gerät enthält einen GPS-Empfänger und verschickt den Standort des Senders sowie ein SOS an eine internationale Rettungszentrale, von wo aus die nächstgelegenen Hilfsdienste alarmiert werden.

Aber das ist nicht alles: Via Bluetooth-Verbindung kann man auch eigene Textmeldungen auf dem Smartphone definieren und an einen der Kontakte im Adressbuch verschicken. Oder aber - Social Media Ahoi - man kann kurze Statusmeldungen an Facebook oder Twitter verschicken.

 

Bei persönlichen Botschaften erhält der Empfänger eine kurze Email oder eine SMS mit einem Link zu einer Website, wo neben der Mitteilung auch der Standort des Senders in einer Karte angezeigt wird.

Die Kurznachrichten sind 41 Zeichen kurz oder 120, wenn es sich um eine der vordefinierten Meldungen handelt. Ein regelmässiges Tracking der Position an vordefinierte Adressaten ist ebenfalls möglich.

Antworten allerdings kann man auf die Spot-Sendung nicht. Der Abenteurer in der Wüste weiss also nicht, ob seine Nachricht angekommen ist. Und das für 169 Dollar und wahrscheinlich - habe nichts in den Unterlagen gefunden - einer Gebühr für jede Mitteilung.

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