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15.04.15

Spido: Krabbel-Spinne im Eigenbau

Bitte nicht drauftreten! (Foto: Variobot)

Ferngesteuerte Roboter sind voll im Trend. In eine andere Richtung schielt Spido. Denn das ist eine Spinne, die sich selbständig bewegt.

Bitte nicht drauftreten! (Foto: Variobot) Bitte nicht drauftreten! (Foto: Variobot)

Bei Spido handelt es sich um einen Baukasten, bei dem Bastelfreunde einen eigenen Spinnenroboter erschaffen. Zahlreiche Teile setzt man zusammen, um so ein solches Getier zum Leben zu erwecken. Dank moderner Technik bewegt sich Spido allerdings autonom, Einfluss nimmt man nur indirekt.

 

Sensoren und mehr

Tino Werner und sein Team von Variobot haben sich auf Roboterbausätze spezialisiert, die Mechatronik näherbringen wollen. Den Anfang machte bereits tibo. Das ist ein kleiner Bot, der durch patentierte Lichtsensoren beispielsweise wie auf Schienen herumfahren kann. Diese Technik kommt auch beim Spido zum Einsatz, so kann das Krabbeltier Hindernisse „erkennen“ und sich so präzise durch die Gegend navigieren. Der eigentliche Schreitmechanismus mit seinen Füßen wurde auch als Patent angemeldet und soll ein realistisches Verhalten ermöglichen.

Vorlage oder Roboter? Tja... (Foto: Variobot) Vorlage oder Roboter? Tja... (Foto: Variobot)

Doch eine Fernbedienung oder dergleichen gibt’s nicht. Der recht große Spido läuft nach „eigenen Vorstellungen“ und erhält höchstens durch Widerstände, Kondensatoren und Dioden individuelle Verhaltensmuster. Diese können Nutzer selbst auf der Platine des Roboters platzieren, entsprechende Steckplätze sind vorhanden.

Zum Spielen

Spido möchte in vielerlei Hinsicht unterhalten. Beispielsweise folgt er Licht von Taschenlampen oder überrascht durch seine Aktivitäten. Bis es soweit ist, muss gebaut und gelötet werden, was sich auch für erfahrenere Kinder eignen soll. Allgemein richtet sich Spido ebenfalls an Erwachsene, Schulen oder gar Universitäten.

So oder so ist Spido nicht gerade günstig. Ein Exemplar soll 149 Euro kosten, wenn alles klappt. Denn Tino Werner sammelt via Startnext aktuell Geld ein, um die Finanzierung sicherzustellen und den Prototypen in ein finales Produkt zu verwandeln. Im besten Fall sollen 50.000 Euro zusammenkommen. Man kann ihm nur viel Erfolg wünschen, denn bisher sieht es noch nicht allzu gut aus. Dabei klingt das Konzept schlüssig und durchdacht. Und mit tibo hat man bereits einen fertigen Baukasten parat, das Team besitzt also Erfahrungen.

www.youtube.com/watch

Weitere Details erhaltet ihr bei Startnext und auf der Webseite von Variobot.

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