09.08.13

Sound Band: Bluetooth-Headset lässt die Ohren frei

Sound Band Headset

Mit einem Bluetooth-Headset will Hybra Advance Technology auf Kickstarter begeistern.

 

Der Vorteil: Die Ohren bleiben frei. Das ist allerdings auch einer der großen Nachteile. Der große Trick hinter dem "Sound Band"-Headset ist an sich nicht neu: Er setzt auf die Erkenntnis, dass man Töne auch durch kleine Vibrationen direkt am Schädel ins Ohr übertragen kann. Knochenschall heißt das Ganze!

Bestes Beispiel ist sicherlich Google Glass . Andere sind die Cynaps Baseballkappe, das Headset AfterShokz Bluez oder auch der MP3-Player für Schwimmer Finis Neptune.

Die Gesamtkonstruktion des Sound Band ist im Vergleich dazu dann aber doch noch etwas Besonderes: Es wird, ähnlich wie von Hörgeräten bekannt, hinter das Ohr gehängt und den eigentlichen Bluetooth-Teil inklusive Bedienknopf trägt man im Nacken.

So richtig gut platziert scheint das Bedienteil hinter dem Kopf nicht unbedingt, aber laut der Macher soll es sehr viel weniger störend auffallen und sich auch sehr viel weniger bewegen, als man so annehmen würde. Selbst für Sport ist es geeignet, wobei es da natürlich Ausnahmen gibt. Für Wandern oder Radfahren soll es beispielsweise in Frage kommen, Läufer sollten hingegen auf ein spezielles Modell warten. Letztlich dient das kleine Kästchen im Nacken zugleich als Gegengewicht, damit die Gesamtkonstruktion sicher auf den Ohren sitzt. Insgesamt wiegt das Sound Band übrigens nur 35 g.

Als besonderen Vorteil heben die Macher wenig überraschend hervor, dass die Ohren bei diesem Headset frei bleiben und man nicht von seiner Umwelt abgeschnitten werde. Auf der anderen Seite ist das natürlich ebenso ein Nachteil, denn an lauten Orten gibt es dann keine Geräuschdämmung durch den Kopfhörer. Die Umgebung soll übrigens nicht mitbekommen, was man hört, außer man dreht die Lautstärke sehr weit auf. Brillen aller Art sollen dabei kein Problem sein und dem Sound Band nicht in die Wege kommen.

Eine offene Frage ist das Mikrofon. Aber auch hier versprechen die Macher auf ihrer Kickstarter-Projektseite, dass ihre Lösung gut funktioniert. Sogar Umgebungsgeräusche sollen herausgefiltert werden.

Für die Kommunikation mit dem Mobilgerät benutzt Sound Band Bluetooth 3.0, ist aber fürs erste nur mit Apple und Android kompatibel. Lösungen für BlackBerry und Windows Phone sind in Aussicht gestellt.

Und zu guter letzt: Der Akku soll etwa 5 Stunden "durchgehende Nutzung" standhalten, 1.000 Ladezyklen überstehen, lässt sich aber nicht austauschen.

Preis und Lieferbarkeit des Bluetooth-Headsets

Alles in allem: Für bestimmte Nutzergruppen und Anwendungsfelder sicherlich interessant. Nicht jeder mag klassische Kopfhörer auf dem Ohr oder gar im Ohr haben und wenn das Sound Band Headset funktioniert wie versprochen, ist es da definitiv eine Alternative.

Wer das Projekt via Kickstarer unterstützen will, muss umgerechnet rund 130 Euro vorschießen. Alle Sonderangebote für die ersten Unterstützer sind bereits vergeben. Für das Geld soll man dann ein Headset in den Farben Schwarz, Silber oder Bronze bekommen, inklusive internationaler Versandkosten. Obendrauf gibt es ein Unterstützer-T-Shirt über dessen modischen Wert man sicherlich streiten kann. Wer es etwas exklusiver mag, legt rund 140 Euro auf den virtuellen Tisch und bekommt dafür die Optiken "Kevlar", "Karbon" und "Vogelaugenahorn".

Alle Informationen auf der Kickstarter-Projektseite und der offiziellen Website.

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